Tarifrunde VKA 2011 - Redaktionsverhandlungen zum TV-Ärzte/VKA endlich abgeschlossen

Die Texte der Änderungstarifverträge zur Umsetzung der Tarifeinigung 2012 in der 2011 begonnenen Tarifrunde zwischen dem Marburger Bund und der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) sind redaktionell endlich unter Dach und Fach. In den vergangenen Wochen mussten Unstimmigkeiten beseitigt werden, unter anderem eine aus der Sicht des MB inhaltlich nicht korrekte Umsetzung des Eckpunktepapiers der Tarifeinigung vom 18. Januar 2012.
 
Es sind i.d.R. nur einzelne Arbeitgeber, die trickreich versuchen, bei vermeintlich unklaren Formulierungen im Tarifvertrag die Ärztinnen und Ärzte zu benachteiligen und sich z.T. erst durch das Bundesarbeitsgericht auf den richtigen Weg bringen lassen. Dafür haben diese Krankenhäuser auch bitter bezahlt: Qualifizierte Mitarbeiter suchten sich einen faireren Arbeitgeber, neue bewerben sich lieber wo anders.

Gut beraten waren in solchen Situationen unsere Mitglieder, deren Rechte der MB erfolgreich bis in die letzten Instanzen vertreten hat. Sie sind noch kein Mitglied? Dann können Sie es mit einem Klick  werden.

Während langwieriger Redaktionsverhandlungen wird den Ärztinnen und Ärzten viel Geduld abverlangt. Aber jeder Arbeitsgerichtsprozess, der durch nicht fehlinterpretierbare Formulierungen vermieden werden kann, lohnt diesen Aufwand. Auch als Basis künftiger Tarifrunden ist er unentbehrlich.

Alle MB-Mitglieder in den kommunalen Krankenhäusern mit TV-Ärzte/VKA können jetzt davon ausgehen, dass die Umsetzung des Tarifabschlusses ab Mai erfolgen wird. Die VKA hat zugesagt, umgehend entsprechende Durchführungshinweise an ihre Mitglieder zu verschicken.

Bitte beachten Sie, dass alle Elemente der Tarifeinigung, insbesondere die neuen Tabellenbeträge, die Strukturveränderungen in der Tabelle und die Erhöhung der Stundenentgelte im Bereitschaftsdienst rückwirkend zum 1. Januar 2012 gelten. Erfreulicherweise haben nicht alle kommunalen Krankenhäuser mit TV-Ärzte/VKA auf den Abschluss der Redaktion gewartet, sondern im Interesse des Betriebsfriedens bereits die Zahlungen unter Vorbehalt geleistet. Es geht also auch so, wenn einem die Ärztinnen und Ärzte wichtig sind.

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