Unehrenhafte PJ-Vergütung?

Große Empörung hatte beim Marburger Bund der Ehrenkodex der Universität Mainz ausgelöst, in dem eine Vergütung von Studierenden für ihre Dienstleistungen während des Praktischen Jahres (PJ) abgelehnt wurde und darüber hinaus auch die Sachleistungen pro Tertial auf 1000 € gedeckelt werden sollten.

Die systematische Ausbeutung von Studierenden im PJ nun sogar zur Ehrensache zu erklären, ist eine neue Qualität der Verachtung des dringend benötigten Mediziner-Nachwuchses. Die Lehrkrankenhäuser der Universität Mainz sollten sich fragen, ob sie es wirklich nötig haben, dieses perfide Spiel zu Lasten zukünftiger ärztlicher Mitarbeiter mitzuspielen. Im Rahmen ihrer praktischen Ausbildung sind PJ-Studierende ganztags im Krankenhaus tätig und erledigen häufig Aufgaben, welche die Ärzte in den Kliniken entlasten. Es ist nicht nur fair und motivierend, sondern es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, diese erbrachten Leistungen durch eine finanzielle Aufwandsentschädigung an die Studierenden im PJ wertzuschätzen.“ meinte dazu der kooptierte studentische Vertreter im MB-Bundesvorstand, Patrick Weinmann.

Einige Lehrkrankenhäuser hatten es nicht nötig, dieses perfide Spiel zu Lasten zukünftiger ärztlicher Mitarbeiter mitzuspielen und sind deshalb auch für hessische Medizinstudierende aus dem Rhein-Main-Gebiet ein Anreiz, für das PJ mit Genehmigung des Landesprüfungsamtes über die hessischen Grenzen zu schauen.

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