Uniklinikum Gießen-Marburg: EBIT verdoppelt, 250 Stellen sollen abgebaut werden

Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2008  hat die Rhön-Klinikum AG 2009 im Universitätsklinikum Gießen-Marburg ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 4,4 Millionen Euro erzielt. Das geht aus diesem Geschäftsbericht hervor (S. 105). Der Konzerngewinn stieg um 7,4 % auf 131,7 Millionen Euro.

Auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt/Main 28.4.2010 kündigte der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Pföhler in dieser Rede (S. 7ff.) an, dass an den beiden Standorten Gießen und Marburg 250 Stellen in ‘patientenfernen‘ Bereichen abgebaut werden sollen. Dies soll möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen, die mit dem Auslaufen des beim Kauf mit dem Land Hessen vereinbarten Verzichts Ende 2010 möglich werden.

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Fehlt noch der Blick auf die Dynamik, mit der sich die Bezüge des Arztes Prof. Dr. Karl Lauterbach (MdB) entwickelt haben, die gerade angesichts des angekündigten Streiks des Marburger Bundes gegen die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) interessiert. Hatte Lauterbach doch beim VKA-Streik 2006 gegen die Krankenhausärztinnen und -ärzte Stellung bezogen: Angesichts des Sterbens in den Kliniken fand er ihre Forderungen peinlich. Im Vergleich zu 2008 beträgt der Zuwachs 7,3 %. Da 2009 nur fünf Sitzungen des Aufsichtsrates stattfanden, erhielt er pro Sitzung (100 % Anwesenheitsquote unterstellt) 11.800 €.

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