Uniklinikum Gießen Marburg: Vergütung 2006 um 39 Prozent gesteigert

Nein, nicht alle Beschäftigten konnten sich über diesen Zuwachs ihres Einkommens freuen. Wir zitieren aus dem Geschäftsbericht der Rhön-Klinikum AG für 2006: Dem für das Uniklinikum Gießen Marburg zuständigen Vorstandsmitglied Gerald Meder wurde zwar 2006 das Fixum auf 288 k€ (Vorjahr 293) gekürzt, aber die Steigerung der ergebnisabhängigen Vergütung auf 1.559 k€ (Vorjahr 1.072) sowie die Erhöhung der Abfindung auf 244 k€ (Vorjahr 136) haben das mehr als ausgeglichen. Ohne die Erhöhung der Abfindung betrug die Erhöhung 2006 im Vergleich zu 2005 immerhin noch 35%.

Dafür musste allerdings auch etwas zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit getan werden, z.B. am Standort Marburg Abbau von 100 Vollzeitstellen und am Standort Gießen sogar von 180 Vollzeitstellen.More... Da ist auch noch etwas für die Aktionäre übrig geblieben, obwohl das Uniklinikum, bis Februar 2006 noch in der Konsilidierungsphase, eher unterdurchschnittlich zum Konzerngewinn beigetragen hat. Der Gewinn pro Aktie konnte auf 2,03 € (Vorjahr 1,61) um 26% gesteigert werden, die Dividente stieg mit 0,50 €/Aktie (Vorjahr 0,45) immerhin noch um 11,1%.

Da schauen wir abschließend noch sorgenvoll auf unseren Kollegen Prof. Dr. med. Lauterbach (MdB SPD), der 2006 sein Fixum von 9.000 € ergebnisabhängig nur mit 20.000 € aufstocken konnte und damit für seine Tätigkeit im Aufsichtsrat für jede der fünf Sitzungen im Durchschnitt mit 5.800 € vorlieb nehmen musste.

Zurück