Unzureichendes Angebot – Rhön muss nachbessern

 

 

Die Tarifverhandlungen zwischen dem Marburger Bund und der Rhön-Klinikum AG sind am 18. Februar in Fulda fortgesetzt worden. Die Arbeitgeberseite lehnte die Forderungen des MB ab und unterbreitete ihrerseits ein Angebot, das in keiner Weise den Anforderungen an eine angemessene Tarifentwicklung Rechnung trägt. So sollen ab April 2014 die Tabellenentgelte (ohne Strukturzulage) lediglich um 1,75 Prozent und zum 1. Januar 2015 um weitere 1,5 Prozent erhöht werden.

Rechnerisch folgt daraus eine jährliche Erhöhung der Entgelte um gerade einmal 1,34 Prozent – ein Angebot unterhalb der Inflationsrate. Die vom Marburger Bund geforderten Anhebung des Zuschlages für Nachtarbeit lehnten die Arbeitgeber rundweg ab. Die Verhandlungskommission des MB wies das Angebot der Arbeitgeber als völlig unzureichend zurück. Soll die zukunftsfähige Aufstellung als attraktiver Arbeitgeber der Spitzenmedizin nicht bloß ein Lippenbekenntnis bleiben, wird Rhön bei der nächsten Verhandlungsrunde am 19. März erheblich nachbessern müssen.

Für die in den Krankenhäusern der Rhön-Klinikum AG angestellten Ärztinnen und Ärzte fordert der MB in der aktuellen Tarifrunde eine lineare Gehaltserhöhung von 6,5 Prozent rückwirkend ab 1. Januar 2014. Ferner soll der Nachtzuschlag für Vollarbeit in der Zeit von 20:00 Uhr bis 24:00 Uhr bzw. von 04:00 bis 06:00 Uhr auf 25 Prozent und in der Zeit von 00:00 Uhr bis 04:00 Uhr auf 40 Prozent angehoben werden.

Inzwischen hat das Bundeskartellamt auch das Vorhaben der zum Fresenius-Konzern gehörenden Helios Kliniken genehmigt, die Kontrolle über insgesamt 40 Kliniken und 13 medizinische Versorgungszentren der Rhön-Klinikum AG zu erwerben. Aufgrund von wettbewerblichen Bedenken der Behörde für bestimmte regionale Krankenhausmärkte reduzierten die Beteiligten ihre ursprünglichen Pläne. Zunächst hatten die Unternehmen geplant, dass Helios durch die Transaktion insgesamt 43 Akut- und Reha-Kliniken sowie 15 medizinische Versorgungszentren von Rhön erwirbt.

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