Verabschiedung von MB Hessen-Geschäftsführer Udo Rein

Mehr als 80 geladene Gäste waren in die Frankfurter Filiale der apoBank gekommen, um sich von Udo Rein zu verabschieden. Sechzehn Jahre hat Rein als Geschäftsführer die Geschicke des hessischen Landesverbandes gelenkt. Mitte Oktober wechselte der Fachanwalt für Arbeitsrecht in die passive Phase der Altersteilzeit.

„Wir haben eigentlich nichts zu feiern“, stellte Landesverbandsvorsitzende Dr. Susanne Johna klar. Für den MB Hessen sei das Ausscheiden Reins schließlich mit einem großen Verlust verbunden. Johna würdigte insbesondere seine Verdienste bei der Weiterentwicklung der Verbandsgeschäftsstelle zu einer modernen Servicezentrale. Udo Rein habe zudem ein Bewusstsein dafür geschaffen, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Landesverbänden sei. Diesen Geist gelte es für die Zukunft zu erhalten. Auch dankte sie dem scheidenden Geschäftsführer für sein Bemühen um eine gute Arbeit des Landesverbandes über sein eigenes Wirken hinaus, indem er mit Andreas Wagner frühzeitig einen kompetenten Nachfolger aufgebaut habe.

Landesverbandsvorsitzende Dr. Susanne Johna mit Rein-Nachfolger Andreas Wagner

MB-Bundesvorsitzender Rudolf Henke würdigte den hohen Einsatz Udo Reins für die Belange des Marburger Bundes und dankte ihm für seinen Kampf gegen die Tarifeinheit und für eine angemessene Vergütung ärztlicher Leistungen. Rein gebe ein gutes Beispiel dafür, dass es nicht fruchtlos sei, für eine Sache zu streiten. Henke dankte Rein für dessen aktives Mitwirken auch in den Tarifgremien und Verhandlungskommissionen des Bundesverbandes, das maßgeblich zum heutigen Profil des Verbandes als Ärztegewerkschaft beigetragen habe.

Udo Rein und MB Bundesvorsitzender Rudolf Henke (v.l.)

Anschließend ließ Udo Rein seine sechzehn Jahre als MB-Geschäftsführer noch einmal Revue passieren. Er habe stets das Ziel verfolgt, die gewerkschaftliche Orientierung des MB sowie die Betriebsratsarbeit auszubauen, betonte Rein. Auch sei es ihm stets ein Anliegen gewesen, die Zusammenarbeit mit den anderen Landesverbänden zu intensivieren.

Die Hamburger MB-Geschäftsführerin Angela Dickhöver-Döring studiert mit Udo Rein die Abschiedszeitung

Udo Rein dankte allen, die mit ihm kollegial zusammengearbeitet haben, und bat darum, das gleiche Vertrauen auch dem neuen Geschäftsführer Andreas Wagner und dessen Stellvertreterin Alexandra Kretschmer entgegen zu bringen. Er verlieh seiner Gewissheit Ausdruck, dass Wagner sein Werk auch im Sinne seines Vorgängers Hans Welsch fortführen werde. Dieser habe ihm beigebracht,  die Dinge stets kritisch und konstruktiv zu sehen. Rein schloss mit einem Zitat des britischen Schauspielers Sir Peter Ustinov: „Wer auf der Stelle tritt, kann nur Sauerkraut fabrizieren.“

Text: mo

Fotos: MB Hessen

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