Warnstreik am HKZ in Rotenburg an der Fulda

Die Ärztinnen und Ärzte am Herz- und Kreislaufzentrum (HKZ) Rotenburg an der Fulda sind am Donnerstag für eine Stunde in den Warnstreik getreten. Mehr als 40 Ärztinnen und Ärzte sind der Aufforderung des Marburger Bundes gefolgt und hatten mit Plakaten und Trillerpfeifen vor dem HKZ für eine bessere Vergütung gekämpft. Grund für den Warnstreik sind die abgebrochenen Tarifverhandlungen zwischen Marburger Bund und Vertretern des HKZ (wir berichteten hier). In vier Verhandlungsrunden hatte sich der Marburger Bund bemüht, mit der Arbeitgeberseite zu einer Tarifeinigung zu kommen, jedoch ohne Erfolg.

Der Marburger Bund fordert für das Jahr 2012 eine deutliche Anhebung der ärztlichen Grundgehälter und der Vergütung für nächtliche Arbeit (unter anderem für den Bereitschaftsdienst). Die Arbeitgeberseite hat ein Angebot vorgelegt, das für das Jahr 2012 keine Gehaltsverbesserung vorsieht, sondern lediglich für die Jahre 2013 und 2014 eine Steigerung in zwei Schritten.

Die angebotene lineare Erhöhung bewegt sich damit unter den Gehaltssteigerungen, die Ärztinnen und Ärzte der benachbarten Krankenhäuser (z.B. Bad Hersfeld, Eschwege, Fulda) für das Jahr 2012 erhalten. Außerdem erhalten die Ärztinnen und Ärzte des HKZ bei Bereitschaftsdiensten zwischen 50 und 80 Euro pro Dienst weniger als Kollegen in anderen Kliniken.

Mit dem Warnstreik wollen die Ärztinnen und Ärzte der Arbeitgeberseite deutlich machen, dass nun kurzfristig ein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt werden muss.

hkzwarnstreik120329.jpg

Zurück