Was ist “Selbstverwaltung”?

Warum es wichtig ist, bei der Wahl zur Landesärztekammer mitzumachen! Googeln Sie mal “Selbstverwaltung” – ganz unterschiedliche Definitionen werden Sie finden, z.B. bei Wikipedia:
  • Kommunale S. (Gemeinden, Landkreise)
  • Berufständische S. (Kammern, berufständische Körperschaften)
  • Kulturelle S. (Universitäten, öffentlich-rechtlicher Rundfunk, etc.)
  • Soziale S. (Sozialversicherung)

Allen Selbstverwaltungen ist gemein, dass in enger Kooperation zwischen Haupt- und Ehrenamt gearbeitet wird. Als Teil der öffentlichen Gewalt müssen auch die Träger der Institution demokratisch legitimiert sein – und damit sind wir beim zentralen Thema!

liste7_220100.gifDie Mitarbeit in der Ärztekammer ist “gelebte Selbstverwaltung”! Mit aktiver Mitarbeit kann Einfluss genommen werden auf Fachentscheidungen! Dazu gehören in einer Ärztekammer die Weiterbildungsordnung und die dazugehörige Abteilung, in der diese Ordnung umgesetzt wird. Eng verbunden mit diesen Aufgaben ist der enge Kontakt zu Ärztinnen und Ärzten in der Weiterbildung, aber auch zu den Weiterbildern. Das Ergebnis, nämlich die erlangte Facharztqualifikation, gehört zur Aufgabe der Normensetzung. Auch das ist eine Aufgabe der berufständischen Selbstverwaltung! Patienten und Kollegen erwarten zu Recht bei bestimmter Facharztqualifikation bestimmtes Wissen und Können, und nicht zuletzt haben Patientinnen und Patienten ein Recht auf die Behandlung mit “Facharztstandard”. Damit wird also mit der Weiterbildungsordnung auch eine “Qualitätssicherung” gegenüber den Patientinnen und Patienten durchgeführt.

Die Weiterbildungschancen für unseren Berufsnachwuchs haben sich in den letzten Jahren erheblich verbessert – kluge Klinikbetreiber legen viel Wert auf gute, strukturierte Weiterbildungsmöglichkeiten in ihren Häusern, um qualifiziertes Personal zu haben! Die Konkurrenz unter Kliniken ist erheblich geworden, und der Kampf um “die besten Köpfe” ist, besonders in ländlichen Gegenden, inzwischen entbrannt. Durch diese Situation hat sich aber die Stellung der Assistenzärztinnen und –ärzte erheblich verbessert. Sie können sich ihre Stellen aussuchen und müssen nicht “nehmen, was kommt”.

Darüber hinaus können sie, viel einfacher als früher einmal, in Kooperation mit anderen Kolleginnen und Kollegen in gleicher Situation, Gespräche mit den Weiterbildern über die Umsetzung der WB-Inhalte führen. Nicht zuletzt sind deswegen die jährlichen Gespräche in der WB-Ordnung eingeführt worden! Derartige Gespräche möchte ich auch unter dem Begriff “Selbstverwaltung” einordnen! Hier ist nämlich die Chance gegeben, das eigene “Schicksal” zu beeinflussen und zu gestalten.

Auch und gerade junge Kolleginnen und Kollegen sollten aus diesen Gründen in der Ärztekammer mitarbeiten! Als Delegierte der Delegiertenversammlung, die das höchste parlamentarische Gremium der Ärztekammer darstellt, ist so etwas möglich, aber auch in zahlreichen Ausschüssen gibt es Chancen für das Einbringen eigener Ideen und Vorstellungen! Es liegt an jedem Einzelnen, wie intensiv er sich für eigene berufliche Belange einsetzen will und möchte – aber sich an der Wahl beteiligen und ein Kreuzchen machen – das können Alle! Das ist dann echte gelebte “Selbstverwaltung”!

Machen Sie Ihr Kreuzchen bei der Liste 7 – Marburger Bund Hessen!

Dr. med. Ursula Stüwe

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