Weiterbildung in der Allgemeinmedizin: Förderbetrag auf 3.500 Euro erhöht

Der Marburger Bund hat sich erfolgreich für eine Erhöhung der Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin eingesetzt. Der Förderbetrag für die Beschäftigung eines Arztes in einer anerkannten Weiterbildungspraxis Allgemeinmedizin beträgt nun ab 1. Januar 2010 3.500 €. Der Vertragsarzt soll diesen Betrag auf die im Krankenhaus übliche Vergütung anheben. Hierfür hält die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) einen Betrag von 4.000 € für angemessen. Jeder im Krankenhaus Beschäftigte weiss allerdings aus eigener Erfahrung, dass dieser Betrag zu niedrig ist. Das Statut der KVH finden Sie hier.

Nachweis über die Förderbeträge

Einen wirklichen Fortschritt stellt die neue Regelung dar, wonach der Vertragsarzt verpflichtet ist, der KVH am Ende des Weiterbildungsabschnittes einen Nachweis über die an die Ärztin / den Arzt in Weiterbildung gezahlten Förderbeträge zu übermitteln, z.B. durch Bescheinigung des Steuerberaters.

Höchstdauer und Zusatzförderung

Weiterhin ist die maximal zulässige Höchstdauer der Förderung nicht mehr auf 24 Monate begrenzt und in
Gebieten mit festgestellter Unterversorgung wird die Förderung noch einmal um 500 € erhöht, in
Gebieten mit absehbar drohender Unterversorgung um 250 €.

Keine Rückzahlungsverpflichtung

Die aus Sicht des Marburger Bundes ohnehin bedenkliche Verpflichtung zur Rückzahlung von Fördergeldern, soweit der Arzt nicht innerhalb von sieben Jahren die Facharztprüfung ablegt, ist weggefallen. Eine Verpflichtung zur Niederlassung als Hausarzt besteht nicht.

Förderung im stationären Bereich

In zugelassenen Krankenhäusern oder Vorsorge-oder Rehabilitationseinrichtungen nach § 111 SGB V erfolgt eine Förderung des Arbeitgebers je besetzter Stelle im Gebiet der Inneren Medizin und ihren Schwerpunkten in Höhe von monatlich 1.020 €. Für Weiterbildungsabschnitte in anderen Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung (z.B. Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Kinder- und Jugendmedizin) beträgt die Fördersumme 1.750 €. Nähere Informationen hält die Deutsche Krankenhausgesellschaft hier bereit.

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