Zwei Drittel der Bundesbürger gegen Tarifeinheit per Gesetz

Henke: Klares Votum für Koalitionsfreiheit und Tarifpluralität

Zwei Drittel der Bundesbürger (68 Prozent) lehnen Pläne zur gesetzlichen Festschreibung der Tarifeinheit ab und sind der Meinung, dass auch kleinere Gewerkschaften weiterhin Tarifverträge aushandeln und streiken dürfen. Nur 29 Prozent fänden es richtig, dass jeweils nur die größte Gewerkschaft entscheiden soll. Dies ergab die von der ARD beim Meinungsforschungsinstitut infratest dimap in Auftrag gegebene repräsentative Bevölkerungsumfrage „ARD-DeutschlandTREND“ im April 2014.

Der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, begrüßte das klare Votum der Bundesbürger: „Die große Mehrheit der Deutschen weiß um die Bedeutung der Koalitionsfreiheit und des Streikrechts und ist dagegen, diese Errungenschaften durch gesetzliche Zwangsregelungen zu unterminieren. Das ist ein sehr ermutigendes Ergebnis.“

Das Meinungsforschungsinstitut infratest dimap hatte folgende Frage gestellt:

„Bei der Lufthansa streikt eine relativ kleine Gewerkschaft, die mit den Piloten nur eine von mehreren Berufsgruppen im Unternehmen vertritt. Es gibt nun Pläne, dass nur noch ein Tarifvertrag pro Unternehmen gelten soll. Nur die größte Gewerkschaft soll dann den Tarifvertrag aushandeln und zum Streik aufrufen dürfen. Gesonderte Tarifverträge für kleinere Berufsgruppen gäbe es dann nicht mehr. Fänden Sie es richtig, wenn nur die jeweils größte Gewerkschaft entscheidet oder sollen auch weiterhin kleinere Gewerkschaften eigene Tarifverträge aushandeln und streiken dürfen?“

29 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass nur die „jeweils größte Gewerkschaft“ entscheiden soll. 68 Prozent der Befragten sagen, weiterhin sollten „auch kleine Gewerkschaften verhandeln und streiken dürfen“.

Ergebnisse des ARD-DeutschlandTRENDS im Überblick


Pressemitteilung: MB Bundesverband

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