Jahresrückblick 2013: Viel Bewegung in Hessen

Dr. Ursula Stüwe ist neues Ehrenmitglied

2013 war für den Landesverband Hessen ein ereignisreiches Jahr. Im Mittelpunkt stand zunächst die Wahl zur Delegiertenversammlung der Ärztekammer in Hessen. „Hier konnte der Marburger Bund zwei Sitze hinzugewinnen. Trotz allem war die Wahlbeteiligung der Mitglieder nicht besonders hoch, so dass insgesamt 21 Sitze für den MB in der Delegiertenversammlung herauskamen“, sagt PD Dr. Andreas Scholz. 

Knapp vor dem MB war nur noch die Liste der Fachärzte mit 22 Sitzen, die davon profitierten, dass der Hartmannbund bei der Kammerwahl nicht mehr antrat.

Im Präsidium der Ärztekammer ist der Marburger Bund nun allerdings mit drei Mitgliedern vertreten: Dr. Susanne Johna wurde mit großer Mehrheit als Beisitzerin gewählt, außerdem zählen Dr. Hans-Christian Piper und Dr. Lars Bodammer zum neuen Präsidium.

Auf der Hauptversammlung des MB Hessen, im Oktober in Frankfurt, haben die MB-Delegierten Dr. Ursula Stüwe, aufgrund ihres persönlichen Engagements und besonderer Verdienste in der Verbandsarbeit, einstimmig als Ehrenmitglied gewählt.Dr. Ursula Stüwe ist seit 35 Jahren MB-Mitglied, war zehn Jahre im Vorstand aktiv und war von 2004 bis 2008 Präsidentin der Landesärztekammer Hessen.

Auch wurde in Frankfurt ein neuer Vorstand gewählt. Neues Mitglied im geschäftsführenden Vorstand ist - nach dem Ausscheiden von Dr. Ursula Stüwe - Dr. Susanne Johna. PD Dr. Andreas Scholz und Dr. Lars Bodammer sind als Vorstandsmitglieder bestätigt worden.

Auf der Klausurtagung im November in Fulda ist Dr. Susanne Johna zur Landesverbandsvorsitzenden gewählt worden. PD Dr. Andreas Scholz ist 1. Stellv. Vorsitzender und Dr. Lars Bodammer ist als 2. Stellv. Vorsitzender bestätigt worden.

Bei den Tarifabschlüssen konnte der MB Hessen 2013 einige Erfolge erzielen. So gibt es nun für die Zahnärztinnen und Zahnärzte an Unikliniken spezifische tarifvertragliche Regelungen. Nach langen Verhandlungsrunden hat sich der MB auch mit dem Land Hessen auf einen Tarifabschluss für Ärztinnen und Ärzte an den hessischen Unikliniken geeinigt. Hier konnte der MB erreichen, dass das Tabellenentgelt in zwei Schritten um insgesamt 4,6 Prozent steigt. Weitere Verbesserungen gibt es auch bei den Urlaubstagen und beim Zusatzurlaub.

„Wir sind sehr zufrieden mit diesem Ergebnis“, sagt Scholz. Weitere Tarifabschlüsse hat es mit den Main-Taunus-Kliniken, dem HKZ Rotenburg, den Wicker-Kliniken, der Vitalis-Klinik, der Nordwest und Heilig Geist GmbH und der Kerckhoff-Klinik gegeben. Aufgefordert zu Tarifverhandlungen sind zudem das Neurologische Rehazentrum Wiesbaden und die Elena-Klinik in Kassel.

Nicht zufriedenstellend ist derzeit immer noch die Situation für die Ärztinnen und Ärzte an der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg GmbH, die seit 14 Jahren ohne Tarifvertrag sind. Nach drei „Aktiven Mittagspausen“ am Kreiskrankenhaus in Groß-Umstadt ist die Situation weiterhin offen. 

Positiv zu erwähnen sind die Mitgliederzuwächse: „Mich freut es, dass wir bei dem Mitgliederbestand, die 11.000 Mitglieder-Marke geknackt haben“, sagt Scholz.

Personell hat es einige Veränderungen in der Geschäftsstelle gegeben: Rechtsanwältin Mirofora Aptidou ist als Geschäftsführerin des MB ins Saarland gegangen. Für sie kam Dr. Frederike Gärtner. Zudem wurde Nico Bettelmann als Verbandsjurist eingestellt.

Autorin: Kerstin Mitternacht

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