Kabinett beschließt „Elterngeld Plus“

Anfang Juni 2014 hat das Bundeskabinett beschlossen, den Bezugszeitraum des Elterngeldes für Mütter oder Väter, die nach der Geburt eines Kindes in Teilzeit arbeiten, zu verlängern. Die Neuregelung soll noch in diesem Jahr Bundesrat und Bundestag passieren und zum 1. Juli 2015 in Kraft treten.

Bisher wird das Elterngeld für maximal 14 Monate nach der Geburt des Kindes gezahlt. Kehren während dessen Mütter oder Väter in Teilzeit in den Beruf zurück, verlieren sie einen Teil ihres Elterngeldanspruchs. Künftig können in Teilzeit tätige Eltern das Elterngeld Plus doppelt so lange erhalten. Dabei reduziert sich jedoch das bisherige Basiselterngelt um die Hälfte. Trotzdem lohnt sich der frühere Wiedereinstieg in den Job erstmals.

Teilen sich die Eltern die Betreuung ihres Kindes und arbeiten die Eltern gleichzeitig für mindestens vier Monate zwischen 25 und 30 Wochenstunden, erhalten sie jeweils zusätzlich für vier Monate Elterngeld Plus (sog. Partnerschaftsbonus).

Letztlich wird auch die Elternzeit deutlich flexibler. Künftig können 24 Monate statt bisher 12 Monate zwischen dem 3. und 8. Geburtstag des Kindes genommen werden. Eine Zustimmung des Arbeitgebers wird nicht mehr notwendig sein.

Bereits zum 1. Januar 2015 wird der doppelte Elterngeldanspruch bei Mehrlingsgeburten aufgehoben. Der Gesetzgeber begründet dies damit, dass bei Mehrlingsgeburten nicht mehr Erwerbseinkommen durch Elterngeld ersetz werden müsse, sondern nur ein tatsächlicher Mehrbedarf pro Mehrlingskind bestehe, der mit einem Mehrlingszuschlag in Höhe von 300 Euro je Bezugsmonat gedeckt werden soll.

Autor: Nico Bettelmann

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