27,8 Prozent mehr Gehalt an der HSK Wiesbaden

27,8 Prozent mehr Gehalt an der HSK Wiesbaden - das ist die gute Nachricht.

Die schlechte: Nicht für alle. Über dieses Mehr an Gehalt konnte sich 2008 lediglich der Geschäftsführer der Dr. Horst Schmidt Kliniken (HSK), Holger Strehlau, freuen. Wenn Sie jetzt besorgt nachrechnen, dass bei einem kleinen Grundgehalt eine geringe zusätzliche Summe sich rasch zu einer relativ hohen Steigerung auswachsen kann, können wir Sie beruhigen: Waren es 2007 noch karge 277.000 €, summierten die sich 2008 mit dem Zusatzbetrag von 77.000 € zusammen auf 354.000 €.

Dagegen musste sich Geschäftsführerin Ingrid Strack 2008 mit schlappen 9,5 Prozent zufrieden geben, um die sich ihr Gehalt von 200.000 € in 2007 um 19.000 € auf 219.000 € in 2008 steigerte.

Quellen: Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2007, S. 109, und Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2008, S. 133 der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Jetzt wissen wir wenigstens, dass die 2007 durch Strehlau und Strack mit den Gewerkschaften ausgehandelten vielen Millionen Euro pro Jahr Gehaltsverzicht der Ärztinnen und Ärzte wie auch der anderen Beschäftigten dieser Klinik nicht spurlos im Getriebe des von der Geschäftsführung defizitär betriebenen Krankenhauses versickert sind und die Folgen des Sanierungstarifvertrages auch jemandem konkret zugute gekommen sind.

Dazu passt dieser zur Zeit vielzitierte stern-Gehaltsreport, nach dem 2008 im Vergleich zu 1990 viele Millionen Deutsche inflationsbereinigt weniger verdienen, wobei der Einbruch beim Arztberuf mit 50 Prozent besonders dramatisch ist. Auf der Gewinnerseite stehen unter anderem Verwaltungsfachleute.

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