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Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V.  

Landesverband Hessen

 

 
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Ärztinnen – aufgepasst!

Babypause = Karriereknick? Das darf nicht so bleiben!

Viele Kolleginnen haben zugunsten der eigenen Familie, die ihnen am Herzen liegt, auf die eigene Berufstätigkeit verzichtet. Das geschieht nicht immer mit großer Freude, nur gibt es in vielen Fällen keine andere Möglichkeit, die Familie zusammen zu halten. Dieser "Altruismus" findet große Anerkennung in der Familie, die Kinder profitieren davon, aber wie sieht es mit den eigenen Bedürfnissen der Ärztinnen aus?

Kinderbetreuungsplätze sind nicht ausreichend vorhanden, um Müttern/Ärztinnen Berufstätigkeit zu ermöglichen, und unterstützende "Omas" sind selten. Nach wie vor gibt es keine Finanzierung der Kindergartenplätze über Pflegesätze, schon gar nicht in den neu berechneten DRGs.

Das (berufliche) Selbstbewusstsein der Kollegin hat während der "Familienpause" gelitten – die Ärztin plagt die Sorge, ob ihr bisheriges Wissen am neuen Arbeitsplatz genügen wird – und aus diesem Grund wird häufig schon gar keine Bewerbung geschrieben.

Ein weiterer Hinderungsgrund für eine Bewerbung sind "familienunfreundliche" Arbeitszeiten! Änderungen sind lange überfällig! Die Bedingungen hinken dem EuGH hinterher!

Alle diese Realitäten bewirken erhebliche Nachteile für Ärztinnen:

  • Die Ärztin hat geringe Chancen, eine abgeschlossene Weiterbildung wenigstens in Teilzeit zu absolvieren. Mit der (M)WBO gilt europäisches Recht – dann müssen Teile der Weiterbildung in Vollzeit abgeleistet werden!

  • Die Ärztin und Mutter kann, da kaum berufstätig, keine eigene Altersversorgung aufbauen!

  • Ihr Wissen, welches sie während des Studiums (auch zu Lasten des Steuerzahlers!) erworben hat, verkümmert. Die Investition, die alle Steuerzahler vorgenommen haben, zahlt sich nicht aus.

  • Die "typisch weiblichen" Eigenschaften, insbesondere die Frauen zugesprochene psycho-soziale Kompetenz, kommt im Medizinbetrieb nicht zur Geltung, weder in der Forschung, noch in der Patientenversorgung!

  • "Gender mainstream" – Chancengleichheit - ist immer noch nicht verwirklicht! Knapp 10 % der Chefarztpositionen befinden sich in weiblicher Hand! Und auch der Anteil der Ärztinnen unter den berufstätigen Ärzten entspricht keineswegs den Anteilen zu Beginn und während des Studiums!
Es ist erschütternd zu beobachten, dass man sich erst in Zeiten des Mangels der Fähigkeiten von Frauen erinnert! Nie waren die Chancen der Berufstätigkeit so gut wie jetzt – jedoch mit immer noch zahlreichen organisatorischen Problemen! Aber jetzt ist am Arbeitsmarkt ein relativ guter Zeitpunkt, in den Beruf zurück zu kehren! Wer jetzt schnell handelt, hat reelle Chancen!

Um weitere und langfristige Änderungen zu bewirken, brauchen wir Ärztinnen "unseren" Anteil in den Gremien der Körperschaften, wie z.B. der Landesärztekammer Hessen, in den Bezirksverbänden, in den Kliniken und am Arbeitsplatz! Wir können nur Überzeugungsarbeit leisten, wenn wir "vor Ort" vertreten sind!

Der Marburger Bund mit ca. 30.000 Ärztinnen ist in nahezu allen Gremien eingebunden und hat damit die Chance, zusammen mit Kollegen gemeinsame Ziele zu formulieren und umzusetzen!

Darum die Bitte:
Gehen Sie zur Wahl, unterstützen Sie den Marburger Bund mit Ihrer Stimme, damit wir mit Schlagkraft unsere Forderungen durchsetzen und gerade auch für Sie bessere Bedingungen für Arbeit und Karriere erreichen können!

Frau bewirbt sich

mb Farben  Dr. Ursula Stüwe

Sie halten die Forderung nach einer betrieblich organisierten Kinderbetreuung für utopisch angesichts der Finanznot hessischer Krankenhäuser? Die AOK Hessen macht es ihnen vor. Vielleicht hilft sie ja auch Ihnen… Lesen Sie selbst:
AOK Hessen vermittelt Kinderbetreuung

 

Übersicht

www.mbhessen.de/laekh/aerztinne0403.htm
03.04.2004 Verantwortlich: mb Farben Impressum mbhessen.de