- Dr. Ursula Stüwe zur Präsidentin gewählt!
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Ob wirklich allen Beteiligten die historische Dimension bewusst war?
Zum ersten Mal nach einem halben Jahrhundert Landesärztekammer Hessen
wurde eine Ärztin an die Spitze der Körperschaft gewählt.
Trotz des Wahlerfolgs der von ihr angeführten Liste des mb hessen,
die aus der Wahl als die stärkste Fraktion hervorgegangen war,
musste sie aus einer Minderheitenposition mit 21 von 80 Delegierten heraus
bei ihrer Kandidatur auf die Unterstützung zahlreicher weiterer Delegierter bauen.
Schon im Vorfeld war klar geworden, was sich bei der Vorstellung und Befragung der
Kandidatin und ihres Gegenkandidaten, des bisherigen Präsidenten
Dr. A. Möhrle, rasch konkretisierte:
Mit der Unterstützung der beiden Listen, aus deren Kooperation sich
ganz wesentlich die Mehrheit für den bisherigen
Präsidenten ergeben hatte, konnte sie nicht rechnen, im Gegenteil:
Vertreter der Listen 1 'Fachärzte Hessen' und 7 'demokratische Ärztinnen und Ärzte'
hatten ein Votum für den bisherigen Präsidenten abgegeben.
Wie zuvor in der Presse wurden auch in der Befragung seine Verdienste um die
Weiterentwicklung der Ärztlichen Gebührenordnung hervorgehoben,
verbunden mit der unterschwelligen Befürchtung, unter einer Präsidentschaft Stüwe
könnte dies gestoppt werden.
Frau Dr. Stüwe hatte aber offensichtlich durch ihre bisherige Arbeit in der Kammer,
nicht zuletzt auch als Vizepräsidentin,
sowie durch ihre Vorstellung auch bei den neu gewählten Delegierten eine von ihr
überzeugte Mehrheit hinter sich bringen können.
Dass sie bereits im ersten Wahlgang mit 46:32 klar die erforderliche absolute Mehrheit
erzielte, hat sie wohl selbst überrascht.
Bei der Wahl zum Vizepräsidenten setzte sich Martin Leimbeck, Liste 8 'Die Hausärzte',
gegen Dr. von Knoblauch zu Hatzbach, Liste 1 'Fachärzte Hessen',
mit 51:27 durch.
Bilder dazu.
- Präsidium verschlankt
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Der wiederholte Antrag des mb hessen, das Präsidium zu verschlanken,
in der vergangenen Legislaturperiode noch gescheitert,
war diesmal erfolgreich: Mit deutlicher Mehrheit beschloss die DV,
die Zahl der Beisitzer von der bisherigen Zahl neun auf sieben zurück zu führen.
Delegierte der Liste 7 'demokratische Ärztinnen und Ärzte'
hatten den Antrag eingebracht und verteidigt, die nach der Satzung mögliche
Höchstzahl beizubehalten. Ohne die Möglichkeit, ihre Meinung
direkt in das Präsidiums einbringen zu können,
sagten sie der Delegiertenversammlung
dann notwendige zeitintensive Debatten voraus, die durch die
Verlängerung der Sitzungen mehr Geld verbrauchen könnten
als die Verschlankung des Präsidiums als Einsparung bedeute.
Zur Erinnerung: Dieser Gesichtspunkt war nicht das Motiv für die Aufblähung
des Präsidiums auf elf Mitglieder vor zwei Legislaturperioden gewesen.
Vielmehr hatte ein Verbund der Listen 'Fachärzte Hessen' und 'demokratische
Ärztinnen und Ärzte' ein hausarztfreies Präsidium gewählt.
Erst der geschlossene Rücktritt der mb-Delegierten, die bereits zum
Vizepräsidenten und Beisitzer gewählt worden waren, brachte eine Besinnung
auf den Grundsatz, dass eine solche wichtige Ärztegruppe nicht aus der
Präsidiumsarbeit ausgeschlossen werden darf.
Da eine komplette Neuwahl des Präsidiums nicht durchzusetzen war, blieb als
Kompomiss nur eine Aufstockung unter Berücksichtigung der Hausarztliste.
- aus dem mb als Beisitzer im Präsidium: Dr. Elmar Lindhorst
und Dr. Paul Otto Nowak
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Wie in der letzten Legislaturperiode waren aus der Liste mb hessen
die bewährten Delegierten
Dr. Elmar Lindhorst
und
Dr. Paul Otto Nowak
wiederum ins Präsidium gewählt worden.
Lindhorst setzte sich mit 43:28 (bei 7 Enthaltungen) klar gegen seinen Gegenkandidaten
Dr. Hübner (Liste 4) durch.
Auch Nowak hatte einen Gegenkandidaten, Prof. Dr. Berliner,
(früher Liste des Hartmannbundes, jetzt Liste 1),
gegen den er mit 49:23 (bei 6 Enthaltungen)
ebenfalls einen sehr deutlichen Vertrauensbeweis der DV errang.
Weitere Mitglieder des Präsidiums:
Frau Monika Buchalik, Listenführerin der erstmals in die DV
eingezogenen Liste 9 'ÄrztINNEN Hessen', die mit 45:29 (bei 4 Enthaltungen)
sich gegen Dr. von Knoblauch zu Hatzbach durchsetzte,
das Mitglied der Liste 8 'Die Hausärzte'
Dr. Löckermann, der sich ebenso wie der von der Liste 3
'Ältere Ärzte' vorgeschlagene Dr. Kalinski gegen Frau Dr. Trittmacher
behaupten musste.
Unstrittig war unter den großen Listen trotz dieser Kontroversen, dass
unabhängig von ihrer Wahlniederlage die Liste 1 als Vertreter einer
bedeutenden Ärztegruppe auch angemessen im Präsidium vertreten sein sollte.
Deshalb konnte sich schliesslich wohl Dr. von Knoblauch zu Hatzbach gegen
zwei Gegenkandidaten (Dr. Alles, Liste 2, und Dr. Teßmann, Liste 7)
durchsetzen.
Schließlich wurde Frau Dr. Trittmacher für ihre zahlreichen zuvor erlittenen
Niederlagen dadurch entschädigt, dass sie bei der folgenden Kandidatur
ohne Gegner blieb und in offener Abstimmung die höchstmögliche Stimmenzahl auf sich
vereinigen konnte.
- Der mb hessen im Vorstand der Bezirksärztekammern
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Von den Delegierten, die jeweils einer Bezirksärztekammer entstammen, wird
ein Vorschlag für den Vorstand gewählt und der Delegiertenversammlung zur Zustimmung vorgelegt.
In der Regel entsteht der Eindruck, dass dabei
auf eine Ausgewogenheit entsprechend der im Bezirk zu vertretenden Ärztinnen und Ärzte
geachtet wird. Auch eine Kontinuität der Arbeit dieser unselbstständigen Verwaltungsstellen
der Landesärztekammer dürfte eine wichtige Rolle spielen.
Das hat sogar wiederholt dazu geführt, dass Nichtmitglieder der DV gewählt wurden.
Unter den Delegierten des mb hessen wurde allerdings der Wahlvorschlag aus Gießen
gerügt, bei dem eine der Mitgliederstärke entsprechende
Vertretung dieser Liste vermisst wurde.
Dies löste eine heftige und sehr emotionale Debatte aus. Ein Delegierter verstieg sich
sogar zu der Behauptung, noch niemals sei ein Antrag gestellt worden,
den Wahlvorschlag aus einer Bezirkskammer zurückzuweisen.
Da hatte ihn offensichtlich seine Erinnerung verlassen, denn ausgerechnet er war es gewesen,
der in den 70er Jahren den Vorschlag aus der Kammer Marburg kritisiert hatte,
für eine solch kleine Kammer sei ein Beisitzer zuviel vorgeschlagen worden.
Gewählt wurden folgende Vorstände:
Darmstadt
Vorsitz und SV
Beisitzer
Frankfurt
Vorsitz und SV
- Dr. Wolf Andreas Fach (Liste 7)
- Dr. Mark S. Drexler (Liste 7)
Beisitzerinnen und Beisitzer
- Prof. Dr. Cornelia Krause-Girth (Liste 7)
- Dr. Sabine Olischäger (Liste 9)
- Dr. Rainer Götzel (Liste 3)
Gießen
Vorsitz und SV
- Dr. Edgar Pinkowski (Liste 1)
- Prof. Dr. Michael Berliner (Liste 1) - inzwischen durch Umzug nach Berlin ausgeschieden;
Nachwahl am 9.04.05:
PD Dr. Andreas Scholz (Liste 5)
Beisitzerinnen und Beisitzer
Kassel
Vorsitz und SV
Beisitzerinnen und Beisitzer
- Dr. Bernd Alles (Liste 2)
- Bettina Conrad (Liste 9)
- Dr. Eckhard Stück (Liste 3)
Marburg
Vorsitz und SV
Beisitzerinnen und Beisitzer
Wiesbaden
Vorsitz und SV
Beisitzerinnen und Beisitzer
- Der mb hessen im Finanzausschuss und Hilfsfonds
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Fianzausschuss
Aus neun vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten wurden wiederum sieben Mitglieder
gewählt Nach der Zahl der erhaltenen Stimmen:
- Dr. Norbert Löschhorn (Liste 3)
Dr. Günther Golla (Liste 5)
- Dr. Günther Haas (Liste 8)
- Dr. Peter Zürner (Liste 1)
Rainer Oliver Ibing (Liste 5)
- Prof. Dr. Michael Berliner (Liste 1) - inzwischen durch Umzug nach Berlin ausgeschieden;
Nachwahl am 9.04.05: Frank-Rüdiger Zimmeck (Liste 1)
- PD Dr. Jutta Peters (Liste 9)
Ausschuss Hilfsfonds
Die bisherigen Mitglieder des Ausschusses erklärten sich zur erneuten Kanditur
bereit und wurden en bloc in offener Abstimmung wieder gewählt:
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