mblogo.ipg 7kB   Hessen-Loewe  3kB
Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V.  

Landesverband Hessen

 

 
  MB Farben  Spezial Kammerwahl 2004 MB Farben  Aktuelle Infos Startseite

 

Die Landesärztekammer -
Was macht die eigentlich?

Sie beeinflusst unser ärztliches Berufsleben ganz erheblich, wie Sie nachfolgend lesen können!

Die erste Kontaktaufnahme zur Ärztekammer findet statt mit der Aufnahme der ärztlichen Berufstätigkeit. Bald nach der Anmeldung flattert zum ersten Mal das Hessische Ärzteblatt ins Haus, das Deutsche Ärzteblatt folgt! Artikel aus der Berufspolitik und der Forschung, Informationen und Stellenanzeigen, und sogar Heiratsanzeigen stehen zur Verfügung!

Die Beitragsrechnung für die Ärztekammer ist ungeliebte Post, und man fragt sich, wofür der Beitrag kassiert wird. Das stellt sich bald heraus, denn die ersten Fachkunden werden von der Ärztekammer ausgestellt. Zwischenzeitlich wurde bemerkt, dass die Akademie für Ärztliche Fortbildung wichtige Kurse veranstaltet, die zur Weiterbildung im gewünschten Fachgebiet notwendig sind. Aber auch freiwillige Kurse wie Qualitätsmanagement, Informatik, Medizin in der Literatur, u.a. werden angeboten. Es lohnt sich sehr, das Programm zu studieren und interessante Fortbildungen zu besuchen. Sie sind nämlich alle zertifiziert und man "füttert" nebenbei sein Punktekonto!

In den Jahren der Facharztweiterbildung wurde vom Gehalt ein ansehnlicher Brocken abgeführt an das Versorgungswerk – die zukünftige Rente wird aufgebaut! Damit verbunden ist eine Absicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit, bereits nach ersten Monatsbeitrag. Auch solche Leistungen gehören zur Ärztekammer, hier erbracht vom Versorgungswerk. Unsere Renten müssen in der Zukunft für uns sicher sein und bleiben!

Intensiveren Kontakt mit ihrer Ärztekammer bekommen die Kolleginnen und Kollegen, wenn sie sich zur Facharztprüfung anmelden. Alle Anforderungen, die nun an den "Prüfling" gestellt werden, wurden zuvor in der Weiterbildungsordnung festgelegt. Damit ist eine Mindestqualifikation des Könnens und Wissens ärztlicher Kollegen festgelegt, die Facharztqualifikation. Nun kann auch nach außen mit einer Facharztbezeichnung demonstriert werden, dass man bestimmte Dinge gelernt hat und es besteht die Möglichkeit, sich in eigener Praxis niederzulassen, um selbstständig und unabhängig arbeiten zu können.

Natürlich verläuft nicht jedes Berufsleben so glatt und unkompliziert, wie oben beschrieben. Nein, da gibt es Anschuldigungen der Falschbehandlung oder des ärztlichen Kunstfehlers! In diesem Momenten ist es nützlich zu wissen, dass die Ärztekammer eine Gutachter- und Schlichtungsstelle betreibt. Hier können für Patient und Arzt kostenlose Gutachten bei medizinischen Streitigkeiten erstellt werden, und in vielen Fällen kann der Streit in einem Schlichtungsverfahren behoben werden. Oft wird damit ein unangenehmer Strafgerichtsprozeß vermieden!

Beim weiteren Aufstieg auf der Karriereleiter kommt man in die Situation, selbständig Arbeitsverträge aushandeln zu müssen. Dazu sucht man den Marburger Bund auf, denn der hat darin die meiste Erfahrung. Weitere, insbesondere berufspolitische Fragen werden jedoch von der juristischen Abteilung der Ärztekammer beantwortet. Hier wird nun geklärt, welche Größe das Praxisschild haben darf, wie die Website der Praxis aussehen kann, mit welchen Erfahrungen und Qualifikationen man "werben" darf u. ä. Im Hintergrund wirken die Juristen der Kammer beim Heilberufsgesetz mit, bei der ärztlichen Berufsordnung, aber auch bei Abrechnungsfragen bzgl. der GOÄ. Die juristische Abteilung gibt auf nahezu alle Fragen mit juristischem Hintergrund eine Antwort!

In den vergangenen Monaten hat sich die Landesärztekammer Hessen sehr dafür eingesetzt, die Arbeitsbedingungen in unseren Kliniken zu hinterfragen und das Ergebnis zu veröffentlichen. Dazu gehört auch das Thema "Weiterbildung in Teilzeit", welches viele Ärztinnen mit Kindern beschäftigt. Die enge Zusammenarbeit mit dem Hessischen Sozialministerium gehört auch in diesen Komplex!

Viele Kolleginnen und Kollegen des Marburger Bundes Hessen arbeiten z.T. schon seit vielen Jahren in nahezu allen Ausschüssen und Gremien der Ärztekammer, um die Interessen der angestellten Ärztinnen und Ärzte zu vertreten. An vielen Stellen haben sie Verbesserungspotentiale erkannt, die Umsetzung scheiterte häufig an Mehrheitsverhältnissen in den Gremien. Wir sind sicher, die Bürokratie und die Kosten bei der Weiterbildung verringern zu können. Und bei dem um sich greifenden Lohndumping der Klinikärzte ist eine Senkung der Kammerbeiträge dringend angezeigt!

In wenigen Wochen werden Sie den Wahlbrief der Landesärztekammer Hessen erhalten! Helfen Sie mit Ihrer Stimme, dass wir die erkannten Verbesserungspotentiale nutzen, um auch Ihre berufliche Zukunft gestalten zu können.

mb Farben  Dr. Ursula Stüwe

 

Übersicht

www.mbhessen.de/laekh/wasmachtlaek.htm
31.03.2004 Verantwortlich: mb Farben Impressum mbhessen.de