Deutscher Caritasverband - RK Mitte beschließt Übernahme des TV-Ärzte

Tausende Ärztinnen und Ärzte an katholischen Kliniken der Caritas erhalten endlich ein Gehalt nach dem TV Ärzte/VKA

Frankfurt/M. Die Ärztinnen und Ärzte an 24 katholischen Krankenhäusern in Hessen erhalten ab dem 1. April 2011 endlich eine Vergütung nach dem Tarifvertrag für Ärzte an den kommunalen Kliniken, den der Marburger Bund erkämpft hat. Diese Entscheidung traf innerhalb des Deutschen Caritasverbandes die Regionalkommission Mitte (RK Mitte) in einer Sondersitzung am 1. März 2011.

"Diese Entscheidung für eine faire und marktgerechte Vergütung ärztlicher Arbeit an katholischen Kliniken ist längst überfällig gewesen", sagte der Landesverbandsvorsitzende des Marburger Bundes Hessen, Priv. Doz. Dr. med. Andreas Scholz. Die Ära der deutlich schlechteren Richtlinien für Arbeitsverträge (AVR) endet damit. "Die katholischen Kliniken in Hessen finden nun wieder Anschluss an das allgemeine Tarifniveau für angestellte Ärztinnen und Ärzte", sagte Priv. Doz. Dr. med. Andreas Scholz.

Die Dienstgeber der Caritas haben lange blockiert. Angesichts zahlloser unbesetzter Ärztestellen haben sie erst spät erkannt, dass sie die Existenz der katholischen Kliniken nur mit dem konkurrenzfähigen Ärztetarif des Marburger Bundes sichern können. Ohne individuelle - jederzeit jedoch wieder streichbare - Gehaltszulagen konnte in den vergangenen Jahren katholische Kliniken nicht genügend Ärztinnen und Ärzte gewinnen.

Diese notwendig gewordene Zulagenpraxis der Caritas-Kliniken hatte den lange Zeit handlungsunfähigen und nach überwiegender Rechtsauffassung grundgesetzlich geschützten sog. Dritten Weg massiv in Frage gestellt.

Nun gilt der Tarifstandard des Marburger Bundes für Ärzte an den katholischen Kliniken der Caritas in Bayern, in NRW, in Baden-Würtemberg, und ab April auch in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und in Hessen verbindlich. Es fehlen im Bereich der RK Mitte nun nur noch die bischöfliche Zustimmung und die förmliche Inkraftsetzung.

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