Marburger Bund Hessen erreicht Gehaltsverbesserungen für die Ärztinnen und Ärzte an den hessischen Unikliniken

Der Marburger Bund hat sich nach fünf Verhandlungsrunden am Montag, den 23. April 2012 mit dem Land Hessen und der Stiftungsuniversität Frankfurt auf einen Tarifkompromiss geeinigt.

Dieser beinhaltet eine spürbare Verbesserung der ärztlichen Gehälter an den hessischen Universitätskliniken. Im Einzelnen sieht die Einigung folgendes vor:

Die Entgelttabelle erhöht sich in zwei Schritten um durchschnittlich etwa 4,5 Prozent. Rückwirkend zum 01. April 2012 wird die Entgelttabelle zunächst linear um drei Prozent erhöht. Ab 01. Mai 2012 werden in der Tabelle dann über unterschiedliche Festbeträge die einzelnen Stufen nochmals erhöht.

Außerdem werden ab 01. Juni 2012 die Nachtzuschläge bei Vollarbeit, Rufbereitschaft sowie beim Bereitschaftsdienst um 20 Prozent erhöht.

Der 2010 erstmals vereinbarte Kinderzuschlag für Nachtarbeit wird bei tatsächlicher Inanspruchnahme in der Rufbereitschaft auf drei Euro je Stunde erhöht.

Wir haben damit für die Ärztinnen und Ärzte an den Universitätskliniken in Hessen einen guten Abschluss erzielt“, sagt Dr. Andreas Scholz, Landesverbandsvorsitzende Marburger Bund Hessen.

Nachdem der Marburger Bund das Land Hessen zu Verhandlungen über einen
zahnarztspezifischen Tarifvertrag aufgefordert hat, wurde zudem vereinbart, die Thematik zeitnah zu erörtern. Hintergrund ist der Umstand, dass die Zahnärztinnen und Zahnärzte an den hessischen Universitätskliniken bundesweit die einzigen sind, die keiner Tarifbindung mit dem Marburger Bund unterliegen und aus diesem Grund die Arbeitsbedingungen hinterherhinken.

Zurück