Marburger Bund Hessen fordert eine angemessene Bezahlung der PJ-Studenten an der Uni-Frankfurt

Pressemitteilung MB Hessen

Die Medizinstudierenden im Praktischen Jahr an der Uniklinik Frankfurt erhalten vorerst weiter den Studientag zur Vor- und Nachbereitung des in der Klinik Gelernten und zur Vorbereitung auf das schriftliche Examen, den das Dekanat des Fachbereichs Medizin der Uniklinik Frankfurt kürzlich abschaffen wollte. Jedoch müssen die Medizinstudierenden weiter auf eine Vergütung im Praktischen Jahr verzichten. Und das, obwohl der Bundesrat in einer bundesweiten Empfehlung eine Aufwandsentschädigung beschlossen und verabschiedet hatte.

Der Marburger Bund Hessen fordert für die Studierenden an der Frankfurter Uniklinik und den angeschlossenen Lehrkrankenhäusern, dass das Praktische Jahr angemessen vergütet wird.

„Die Studentinnen und Studenten arbeiten ein Jahr lang acht Stunden am Tag, also trotz des Studientages noch mindestens 32 Stunden in der Woche, und erhalten dafür keinen Cent“, sagt Jan Bauer, Studentensprecher des Marburger Bundes und selbst Medizinstudent in Frankfurt. „Das kann nicht sein.“  Vor allem weil an anderen Unikliniken das PJ vergütet wird. Zum Beispiel bekommen PJ-Studenten an den Unikliniken in Gießen und Marburg 300 Euro.  

„Viele Studentinnen und Studenten überlegen sich derzeit die Uni zu wechseln oder ihr PJ im Ausland zu absolvieren“, berichtet Bauer. Dadurch geht Frankfurt ärztlicher Nachwuchs verloren.

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