Marburger Bund Landesverband Hessen
 

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03.02.12

In diesen beiden Kursen sind kurzfristig Plätze frei geworden.

Weitere Infos unter Veranstaltungshinweise für Studierende.

 
02.02.12

Obwohl Hessen als ausbildungsstarkes Bundesland einen chronischen Nettowanderungsverlust an Ärztinnen und Ärzten aufweist, ist der MB Hessen 2011 weiter gewachsen. Mit insgesamt 10.263 Mitglieder hat er den Abstand zur magischen 10k-Schwelle, die bereits 2010 überschritten worden war, weiter ausgebaut.

Erfreulich ist die unverändert hohe Frauenquote von insgesamt 53 %. Die anhaltend hohe Frauenquote von 64 % bei den Medizinstudierenden, verbunden mit einem anhaltenden Zuwachs, verspricht eine Fortsetzung dieses Trends.

Wenn Sie noch nicht Mitglied sind, den Verband und damit Ihre Position im Studium oder Beruf stärken wollen, dann klicken Sie hier oder werben Sie weitere Mitglieder, wofür Sie mit unserer Kampagne “Mitglied wirbt Mitglied” für Ihren Aufwand entschädigt werden.

Mehr Bewegen!

 
02.02.12

Diesen Hinweis, ursprünglich vom 25.01.12, haben wir ‘nach oben‘ geholt, um auf noch freie Plätze bei diesem Forum hinzuweisen. Nutzen Sie Ihre Chance.

Veranstaltungshinweise für Ärztinnen und Ärzte ergänzt: Existenzgründer-Forum des WVD Hessen in Frankfurt/M.

 
31.01.12

Gehaltstarifverhandlungen für die Ärztinnen und Ärzte an den hessischen Universitätskliniken begonnen

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) hat in einem ersten ersten Verhandlungstermin der Arbeitgeberseite ihre Forderungen unterbreitet.

Diese beinhalten eine abgestufte Tabellenentgeltsteigerung von mindestens 6 Prozent sowie eine substantielle Anhebung der Zuschläge für Nachtarbeit sowohl in der Regelarbeitszeit als auch im Bereitschaftsdienst und bei der Rufbereitschaft. Auch die kinderbezogenen Zuschläge sollen sich deutlich erhöhen.

Die Verhandlungen werden noch im Februar fortgesetzt. Wir werden Sie umgehend über den weiteren Verhandlungsstand informieren.

Für unsere Mitglieder haben wir die Forderungen inkl. der Entgelttabelle in unserem Infodienst hier bereitgestellt.

 
27.01.12

VKA-Tarifrunde 2011Ohne Fragezeichen, sondern als Behauptung im Titel können wir diese Bewertung der Tarifeinigung zwischen dem Marburger Bund und der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) in Aerzteblatt.de lesen.

Da haben wir eine andere Sicht: Sieger sind ohne Zweifel die Vernunft und kurzfristig auch die von einem Streik verschonten Patienten.


Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) kann sich auf die Fahne schreiben, dass es keine Voranmeldefristen und keine Begrenzungen bei den ärztlichen Bereitschaftsdiensten geben wird” schreibt Aerzteblatt.de mit Bezug auf entsprechende Äußerungen der VKA.

Wenn die kommunalen Krankenhäuser nicht freiwillig rasch die Missstände bei der Organisation des Bereitschaftsdienstes und die damit weit verbreiteten Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz ausräumen und zu familienfreundlicheren Arbeitsbedingungen finden, werden sie immer weniger qualifizierte Ärztinnen und Ärzte gewinnen und an sich binden können. Die Verlierer dieser Tarifeinigung sind dann sie und ihre Patienten.

 
27.01.12

Dass ein großes kommunales Krankenhaus nicht zwangläufig an den Rand der Insolvenz gewirtschaftet werden muss, wie die Dr. Horst-Schmidt-Kliniken (HSK) Wiesbaden (wir berichteten immer wieder unter diesem Thema), demonstriert die Gesundheit Nordhessen Holding (GNH, das Klinikum Kassel, die Kreiskliniken Hofgeismar, Wolfhagen und Helmarshausen sowie das Krankenhaus Bad Arolsen im Korb) 2010 mit einen Überschuss von 4,83 Millionen Euro (HNA.de berichtete hier).

Laut Print-Ausgabe der HNA vom 27.01.12 schreibt die GNH trotz ungünstiger Rahmenbedingungen auch 2011 wieder schwarze Zahlen.

 
26.01.12

Ein Stellenangebot als “Weiterbildungsassistent(in)”, gemeint ist wohl als Ärztin oder Arzt mit der Möglichkeit einer Weiterbildung, in Kardiologie und / oder Angiologie im Hessischen Ärzteblatt 2/2012, S. 134 (nur in der gedruckten Ausgabe) ist für uns Anlass, auf unser Portal WBRanking.de hinzuweisen, in dem diese Bewertung im Umfeld der ausgeschriebenen Stelle zu lesen war (wir berichteten hier).

Bei Interesse empfehlen wir, eingehende Informationen über die aktuellen Arbeitsbedingungen einzuholen.

Unseren Mitglieder empfehlen wir sehr, vor Abschluss eines Arbeitsvertrages sich von den Profis unserer Geschäftsstelle beraten zu lassen. Sie sind noch nicht im MB und wollen es jetzt endlich werden? Dann klicken Sie hier.

 
26.01.12

Nachdem der Magistrat der Stadt Wiesbaden beschlossen hat, 49 % Anteil an den Dr. Horst-Schmidt-Kliniken (HSK) der Rhön-Klinikum AG zu übereignen (der Wiesbadener Kurier berichtete hier), ist eine lokalpolitische Diskussion entbrannt, ob das de facto einer kompletten Privatisierung entspricht, etwa analog der Frage, ob es eine teilweise Schwangerschaft gibt. So sehen das nach diesem Bericht im Wiesbadener Kurier Oppositionsparteien.

Die Diskussion über die Teilprivatisierung und ihre Folgen für Patienten und Beschäftigte erreichte natürlich auch den Landesverbandsvorstand auf seiner Sitzung am 24.01.12.

Da ein geeignetes Übernahmegebot eines kommunalen Arbeitgebers nicht vorlag, beschloss der Vorstand, auf eine dedizierte Stellungnahme zu diesem Vorgang zu verzichten und sich keinem kritischen Aufruf anderer Parteien oder Gewerkschaften anzuschließen. Selbstverständlich wird er die Folgen der Übereignung kritisch begleiten und sich in gewohnter Weise mit allen satzungsgemäßen Mitteln für bessere Arbeitsbedingungen seiner Mitglieder stark machen.

Das Gewicht seiner Argument hängt nicht zuletzt vom Organisationsgrad ab, der zwar überdurchschnittlich gut ist, aber bis zur 100 %-Marke soviel Luft hat, dass wir hier auch für eine Mitgliedschaft werben wollen. Es reicht ein Klick.

Mehr Bewegen!

 
24.01.12

Dr. med. Heidrun Gitter war 1989-1993 Vorsitzende des MB Bezirksverbandes Wiesbaden. Nach ihrem Wechsel nach Bremen blieb sie weiter im MB aktiv und wurde schließlich Vorsitzende des Landesverbandes. Am 23.01.12 wurde sie zur Präsidentin der Landesärztekammer Bremen gewählt. Sie ist damit nach Dr. med. Ursula Stüwe die zweite im Landesverbandsvorstand des MB Hessen aktive Frau, die Präsidentin einer Landesärztekammer geworden ist.

MB Hessen gratuliert.

 
23.01.12

VKA-Tarifrunde 2011Die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) hat am 23.01.12 den mit dem Marburger Bund ausgehandelten Eckpunkten zugestimmt, wie sie mit dieser Presseinformation bekannt gab.

Die wichtigsten Eckpunkte sowie die neue Entgelttabelle finden Sie hier.


Mehr Bewegen!

 
18.01.12

VKA-Tarifrunde 2011Aktualisiert: 24.01.12 Die neue Entgelttabelle für den Geltungszeitraum 01.01.-31.12.12 haben wir in unserem Infodienst ‘Offen lesbarhier bereitgestellt.

Wie der Marburger Bund Bundesverband in dieser Pressemitteilung bekanntgibt, ist noch vor dem Streikbeginn am 26.01.12 eine Einigung auf einen neuen Tarifvertrag möglich. Voraussetzung: Die zuständigen Gremien der beiden Tarifparteien, beim MB die Große Tarifkommission, stimmen den am 18.01.12 quasi in letzter Minute in einer ‘Sondierung‘ ausgehandelten Eckpunkten zu. Dazu zählen u.a.:

Als Laufzeit sind 16 Monate von 1.09.11-31.1212 vorgesehen.

Die neue Entgelttabelle für den Geltungszeitraum 01.01.-31.12.12 haben wir in unserem Infodienst ‘Offen lesbarhier bereitgestellt.

Die Kleine TK hat am 19.01.12 von einer Beschlussfassung vorerst abgesehen. In weiteren Gesprächen mit der Vereinigung der VKA sollen klärungsbedürftige Punkte noch vor der Sitzung der Großen TK konsentiert werden.

Die Große TK hat am 21.01.12 den ausgehandelten Eckpunkten zugestimmt, wie der Marburger Bund Bundesverband in dieser Pressemitteilung bekannt gab.

Die VKA hat ausgehandelten Eckpunkten am 23.01.12 zugestimmt (siehe Presseinformation der VKA vom 23.01.12).

Mehr Bewegen!

 
12.01.12

VKA-Tarifrunde 2011In diesem Beitrag berichtet Main-Spitze.de, dass nach Auskunft des Geschäftsführers der Gesundheits- und Pflegezentrum Rüsselheim gGmbH (GPR) Friedel Roosen die Ärztinnen und Ärzte im Durchschnitt sechs bis acht Bereitschaftsdienst im Monat leisten. Der Geschäftsführer kritisierte laut dieses Berichts, dass der Marburger Bund zur Urabstimmung aufgerufen habe, noch bevor über das erste Arbeitgeberangebot verhandelt worden sei. Die GPR Rüsselsheim gehört zum Verband der kommunalen Arbeitsgeberverbände (VKA), gegen den der Marburger Bund seine Mitglieder zu einem Vollstreik ab 26.01.12 aufgerufen hat.


Dazu nimmt der Geschäftsführer des MB Hessen, RA Udo Rein Stellung:

“Als Mitglied der Verhandlungskommission des Marburger Bundes kann ich berichten, dass die Arbeitgebervertreter bereits in der ersten Verhandlungsrunde am 13.9.2011 eine Entgeltsteigerung von lediglich 1,9 %-0,5 % = 1,4 % angeboten haben. Ein Angebot von linear 1,48 % in der vierten Verhandlungsrunde am 22.11.2011 über eine Laufzeit von 16 Monaten kann angesichts einer Erhöhung gegenüber dem ersten Angebot um 0,08 %, einer Preissteigerungsrate von rd. 2,4 % und eines Abschlusses mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) um 3,6 % nur als Affront bezeichnet werden.

Die Einnahmen der Krankenhäuser steigen nicht nur durch die gesetzliche Anpassung an die Grundlohnrate, sondern auch durch erhöhte Leistungen der angestellten Ärztinnen und Ärzte. Durch Leistungsvermehrung hat sich die Erlössituation der Krankenhäuser in den ersten drei Quartalen 2011 um 4,2 % verbessert. Aus unserer Beratung wissen wir zudem, dass das GPR Rüsselsheim sogar seit 2009 in der Lage ist, Ärztinnen und Ärzten “außertarifliche Anstellungsverträge” mit Zahlungen weit über dem Tariflohn anzubieten. Die Unterschiede zwischen dem Angebot der VKA und bereits bestehenden Entgelt-Tarifen (Helios und KDAVO des Diakonischen Werks in Hessen und Nassau) für das Jahr 2012 illustriert die Grafik am Fuss dieses Beitrags.

Wenn die Ärztinnen und Ärzte am GPR Rüsselsheim, wie in dem Beitrag berichtet, im Durchschnitt zwischen z.Zt. sechs und acht Bereitschaftsdiensten leisten, dann verstößt dies gegen das Arbeitszeitgesetz und den bestehenden Tarifvertrag TV-Ärzte/VKA, wonach in der Kombination aus Vollarbeit von 40 Stunden und Bereitschaftsdiensten bekanntermaßen wöchentlich durchschnittlich nur 60 Stunden geleistet werden dürfen, was einem Schnitt von fünf bis sechs Diensten je Monat entspricht.”

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Schließlich zitieren wir aus dem Arbeitszeitgesetz:

§ 23 Strafvorschriften

(1) Wer eine der in § 22 Abs. 1 Nr. 1 bis 3, 5 bis 7 bezeichneten Handlungen

1.
vorsätzlich begeht und dadurch Gesundheit oder Arbeitskraft eines Arbeitnehmers gefährdet oder
2.
beharrlich wiederholt,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

§ 22 Abs. 1, Nr. 1: Ordnungswidrig handelt, wer als Arbeitgeber vorsätzlich oder fahrlässig … einen Arbeitnehmer über die Grenzen der Arbeitszeit hinaus beschäftigt…”

 
12.01.12

VKA-Tarifrunde 2011Am Abend des 11.01.12 hat die Große Tarifkommission des Marburger Bund Bundesverbandes beschlossen, die Ärztinnen und Ärzte in den kommunalen Kliniken der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) zu unbefristeten Arbeitskampfmaßnahmen ab 26.01.12 aufzurufen. Die Pressemitteilung des Marburger Bund Bundesverbandes finden Sie hier. Vorausgegangen war eine Urabstimmung, in der die übermüdeten und ausgebeuteten Ärztinnen und Ärzte in den VKA-Krankenhäusern mit 92,7 % für einen Erzwingungsstreik votierten.

Um den Notdienst nicht übermäßig zu belasten, appellieren wir an alle Patienten mit planbaren Krankenhausaufenthalten, sich frühzeitig mit ihrem einweisenden Arzt zu beraten. Neben einer Verschiebung der Einweisung besteht auch die Option, sich in einem anderen Krankenhaus behandeln zu lassen. Gesetzlich Krankenversicherte sollten sich auch um das Einverständnis der Krankenkasse zum Wechsel der Klinik kümmern.

Der Streik wird am 26.01.12 flächendeckend mit voller Wucht beginnen. Die Erfahrung lehrt, dass es bei Bedarf nützlich ist, sich frühzeitig um ein Bett in einer Ausweichklinik zu kümmern.

Sie helfen sich und Ihrer Klinik, wenn Sie sich an die verantwortlichen kommunalen Politiker wenden und darauf drängen, mit dem Marburger Bund in konstruktiven Verhandlungen einen Tariffrieden zu suchen.

 
11.01.12

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt allen Internetnutzern, ihre Rechner auf Befall mit der Schadsoftware “DNS-Changer” zu überprüfen. Diese Meldung wollen wir wegen des zugrunde liegenden hohen Gefahrenpotenzials gerne multiplizieren. Ihren Rechner können Sie ganz leicht durch einen Klick auf diesen Link überprüfen. Die Überprüfung erfolgt ausschließlich über den Aufruf der Website www.dns-ok.de, es wird keine Software gestartet oder heruntergeladen.

Weitere Infos zum DNSChanger erhalten Sie hier.

 
11.01.12

VKA-Tarifrunde 2011Am 26.01.12 wird an ca. 600 Krankenhäusern im Bereich der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) ein Erzwingungsstreik beginnen. Ausgelöst hat ihn die VKA durch ein provozierend niedriges Angebot, für das nicht nur die finanzpolitische Vorgabe der Regierung als Begründung herhalten musste, sondern mit dem vor allem auch gegen das Elend übermäßiger Bereitschaftsdienste kein Entgegenkommen abzusehen war.

Diese Pressemitteilung vom deutschen Städtetag bekräftigt die Haltung der Arbeitgeber statt mit einem Signal der Kompromissbereitschaft auf die Forderung der übermüdeten und ausgebeuteten Ärztinnen und Ärzte einzugehen.

Nach den bisherigen Erfahrungen mit der gewaltigen Distanz zwischen den kommunalen Finanzpolitikern und der sozialpolitischen Realität an den Krankenhäusern müssen sich die Patienten ernsthaft auf einen langen Streik einstellen.

Was das für Patienten bedeutet, fasst vor allem der zweite Teil dieses Artikels in Focus.de zusammen, in dem die Frage ‘Spielen die Ärzte mit der Gesundheit ihrer Patienten?‘ zu Recht verneint wird. Mitgliedern der gesetzlichen Krankenkassen wird empfohlen, vor einem geplanten Krankenhausaufenthalt frühzeitig mit der Krankenkasse die Genehmigung für die Einweisung in eine nicht bestreikte Klinik zu verhandeln. Wir empfehlen ergänzend, sich mit dem einweisenden Arzt zu beraten.

Die Bürger können einer Eskalation vorbeugen:

 
11.01.12

Zugegeben, wegen des unvermeidlichen Product-Placements werden wir für dieses Fortbildungsvideo (0:30min) in alternativer Schönheitschirurgie von der Landesärztekammer zurecht keine Fortbildungspunkte zugesprochen bekommen.

 
10.01.12

VKA-Tarifrunde 2011Die einmonatige Urabstimmung der Ärztinnen und Ärzte in den Krankenhäusern der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), die am 9.1.12 abgeschlossen wurde, ergab mit 92,7 % eine überwältigende Zustimmung zu einem Erzwingungsstreik. Der Streikauftakt an den ca. 600 kommunalen Krankenhäuasern ist für den 26.01.12 geplant.

Die Pressemitteilung des Marburger Bund Bundesverbandes dazu finden Sie hier.

 
06.01.12

VKA-Tarifrunde 2011Darum geht es in der Urabstimmung gegen die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA):


Arbeitsbelastung durch Bereitschaftsdienste mindern!

Deutlich mehr als die Hälfte (55 %) der Ärztinnen und Ärzte in kommunalen Krankenhäusern leistet im Monat durchschnittlich fünf bis neun Bereitschaftsdienste. Der Marburger Bund (MB) fordert eine zahlenmäßige Begrenzung dieser belastenden Rund-um-die-Uhr-Dienste.

Mehr Planbarkeit und Verlässlichkeit!

Der MB verlangt verbindliche zeitliche Vorfestlegungen für eine familienfreundliche Dienstplangestaltung. Die Ärzte müssen mindestens einen vollen Kalendermonat im Voraus wissen, wann ein Bereitschaftsdienst zu leisten ist. Bei kurzfristiger Anordnung solcher Dienste soll sich das Stundenentgelt um fünf Euro erhöhen.

Bessere Bezahlung von Bereitschaftsdiensten!

Wer rund um die Uhr im Krankenhaus Dienst leistet, wenn andere schlafen, mit ihren Familien zusammen sind oder ihren Freizeitaktivitäten nachgehen, darf dafür auch eine adäquate Bezahlung erwarten. Deshalb fordert der MB eine spürbare Erhöhung der Bereitschaftsdienstentgelte.

Eine moderne Gehaltsstruktur!

Kindererziehung darf kein Nachteil sein. Wer mehr Zeit zur Erlangung des Facharztes braucht und Berufserfahrung vorweisen kann, muss vor finanziellen Nachteilen geschützt werden.

Sechs Prozent mehr Gehalt!

Über ein Jahr nach dem letzten Tarifabschluss ist eine Anpassung der Grundgehälter unabdingbar – schon aus Wettbewerbsgründen. Denn Ärzte in kommunalen Krankenhäusern verdienen inzwischen deutlich weniger als ihre Kollegen bei anderen Klinikträgern.

Wegen völlig eines unzureichenden, als provokant empfundenen ‘Angebots‘ der Arbeitgeber hat der MB alle Mitglieder im Bereich der VKA zur Urabstimmung aufgerufen. Bis zum 9.01.12 (Posteingang!) muss Ihre Stimme in der Geschäftsstelle eingegangen sein! Erinnern Sie auch Ihre Kolleginnen und Kollegen an diesen Termin.

 
05.01.12

VKA-Tarifrunde 2011In der vierten Verhandlungsrunde zwischen dem Marburger Bund und der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) am 22.11.2011 hat die VKA eine Gehaltssteigerung von nur 1,48 % angeboten und damit exakt die Ausgangsposition des ersten Verhandlungstages wiederholt. Dieses Angebot kann nur als Provokation bezeichnet werden.

Beteiligen Sie sich deshalb bitte an der Urabstimmung.

Bei der starren Haltung der Arbeitgeber werden Arbeitskampfmaßnahmen unumgänglich, um die tariflichen Ziele zu erreichen. Der Marburger Bund Hessen hat in diesem Schreiben an alle leitenden Ärztinnen und Ärzte in VKA-Kliniken veranschaulicht, wie Sie im Vergleich zu den Tarifen HELIOS und der KDAVO des Diakonischen Werks in Hessen und Nassau benachteiligt werden.

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Der Vergleich basiert jeweils auf einer 40h-Woche und kumuliert für Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung sechs, für Fachärztinnen und Fachärzte 14  und für Oberärztinnen und Oberärzte vier Jahre.

Gegenüber den HELIOS-Kliniken liegen ab März 2012 Ihre Bezüge als Weiterbildungsassistentin oder Weiterbildungsassistent zwischen 2,16 % und 5,35 %, als Fachärztin oder Facharzt zwischen 2,94 % und 8,74 % und als Oberärztin oder Oberarzt bis zu 5,54 % zurück! Eine Aufstellung der nominalen Verluste in Tabellenform finden Sie hier.

Sollte Ihre der Marburger Bund Zeitung beigelegte Urabstimmungskarte verloren gegangen sein, können Sie noch kurzfristig hier eine Karte anfordern. Letzter Abgabetermin der Karte ist der 09. 01.2012 (Posteingang).

An der Urabstimmung können sich exklusiv nur unsere Mitglieder beteiligen. Für die Anforderung einer Karte zur Urabstimmung hier gibt es keine Wartezeit, wenn Sie jetzt noch hier Mitglied werden.

 
05.01.12

Caritas und Katharina-Kasper gGmbH

Nach einem sehr langen Weg richten sich die Arbeitsbedingungen und Entgelte der Ärztinnen und Ärzte seit dem 01.04.11 an allen hessischen katholischen Krankenhäusern nach den Regelungen des TV-Ärzte/VKA (Anlage 30 AVR Caritas). Dabei konnten Kliniken von einer sog. “Überforderungsklausel” Gebrauch machen und das Entgelt im ärztlichen Dienst um 1,5 % kürzen. In Hessen haben hiervon die Kliniken der Katharina-Kasper gGmbH St. Marienkrankenhaus und St. Elisabethen-Krankenhaus Frankfurt/M. Gebrauch gemacht. Die Gehaltskürzung gilt voraussichtlich bis 1.04.2014.

Bei einem Wechsel zu einem Krankenhaus, das die AVR Caritas anwendet, ist zu beachten, dass der Krankengeldzuschuss nach Anlage 1 AVR Caritas nur max. bis zur 26. Woche gezahlt wird. PKV-Versicherte müssen ihr Krankentagegeld entsprechend anpassen. Vorsicht ist auch bei der Pauschalierung der Bezahlung von Rufbereitschaften und Bereitschaftsdiensten geboten, die nur kündbar sind, wenn dies schriftlich im Arbeitsvertrag vereinbart wurde. Als weitere Besonderheit können Leistungs-oder Erfolgsprämien bei Ärztinnen und Ärzten nur durch eine Dienstvereinbarung mit der Mitarbeitervertretung eingeführt werden. Auch ist die im TV-Ärzte/VKA gestrichene “Führung auf Zeit” in § 19 Anlage 30 AVR wieder aufgetaucht und gestattet Befristungen von vier bis zu zwölf Jahren. Von der Unterzeichnung derartiger Vertragsklauseln raten wir dringend ab!

Diakonisches Werk in Kurhessen-Waldeck

Die Entgelte im Bereich des Diakonischen Werks in Kurhessen-Waldeck stagnierten seit 1.9.2009 und werden nun zum 1.02.2012 um 4,1 % erhöht. Vorsicht bei einzelvertraglichen Vereinbarungen zur vertraglichen Abbedingung des Zusatzurlaubs im Bereitschaftsdienst (BD). Gegenüber dem Tarif VKA fehlt der Nachtzuschlag von 15 % im BD, der für Zeiten zwischen 21h und 6h einen Zuschlag vorsieht, was je Dienst rd. 34 € zusätzlich bedeutet und bei fünf BD bereits zu einem monatlichen Verlust von rd. 170 € führt.

Diakonisches Werk in Hessen und Nassau

Das monatliche Entgelt nach der Kirchlich-Diakonischen Arbeitsvertragsordnung (KDAVO) des Diakonischen Werkes in Hessen-Nassau (DWHN) liegt über dem Niveau des TV-Ärzte/VKA. Allerdings werden Bereitschaftsdienste und Rufbereitschaften schlechter bezahlt, was nur durch Einzelvereinbarungen auszugleichen ist. Zudem versucht die Arbeitgeberseite, in die hierüber entscheidende Arbeitsrechtliche Kommission Änderungen der KDAVO einzubringen, die zu einer Halbierung des Zusatzurlaubs und Verschlechterungen bei der Überstundenregelung führen. Dem Marburger Bund wird nach wie vor die originäre Entsendung von Vertretern in die Arbeitsrechtliche Kommission des DWHN verweigert.

Tipps für Bewerbungen und Vertragsverhandlungen finden Sie hier.

 
 
 
 
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Stand: 4.02.2012
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