Marburger Bund Landesverband Hessen
 

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07.03.10

vkatarifrunde2010das ist eine titelgerechte Kurzfassung, zu der wir Ihnen den O-Ton nicht vorenthalten wollen: “Eine Zeit, in der mehr geschlafen als gearbeitet wird, darf nicht besser bezahlt werden als Zeit, in der voll gearbeitet wird.” (Joachim Finklenburg, Verhandlungsführer der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) nach einer dpa-Meldung, zitiert z.B. hier).

Dass es nicht zu spontanen Demos der betroffenen ausgebeuteten und übermüdeten Ärztinnen und Ärzte gekommen ist, führen wir im Wesentlichen darauf zurück, dass die den Text im Wortsinne verschlafen haben: Wer regelhaft nach einem vollen Arbeitstag im anschließenden sog. Bereitschaftsdienst bis weit über Mitternacht hinaus mit geplanten Eingriffen im OP feststeht und danach noch mehrmals wegen echter Notfälle von der Liege geholt worden ist, sinkt, wenn er nach der Übergabe verspätet die Klinik verlassen konnte, so erschöpft ins häusliche Bett, dass er solche unsäglichen Kommentare der berechtigten und überfälligen Forderungen des Marburger Bundes an die VKA nicht mehr liest.

Dabei müssen wir würdigen, dass Herr Finklenburg mit seiner Missachtung der gesetzlichen Wertung des Bereitschaftsdienstes auf europäischer und deutscher Ebene, nämlich Bereitschaftsdienst ist Arbeitszeit, ein konsequenter Repräsentant von Arbeitgebern ist, in deren Bereich das Arbeitszeitgesetz teilweise ‘nur eingeschränkt umgesetzt‘ wird (ein typischer politischer Schönsprech dazu, den wir erst kürzlich hier kommentiert haben).

Mit diesem und anderen Argumenten der VKA und den Forderungen des MB an die VKA setzt sich ein Infoblatt des Bundesverbandes auseinander, dass wir Ihnen hier zum Herunterladen (296 kB), Ausdruck und Verteilung bereit gestellt haben.

Am 8.03.10 werden die Tarifverhandlungen des MB mit der VKA fortgesetzt. Wir wünschen im Interesse unserer Patienten, dass sie rasch zu einem annehmbaren Ergebnis führen.

 
 
 
 
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Stand: 17.03.10
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