Mit Stolz und in solidarischer Freude zitieren wir die Pressemitteilung Nr. 53 vom 5.11.11 des Marburger Bund Bundesverbandes zum Stand der Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) über die Arbeitsbedingungen an nicht-hessischen Unikliniken im Original:
MB und TdL erzielen Einigung - kein Streik an Unikliniken
Berlin - In der Tarifauseinandersetzung zwischen dem Marburger Bund (MB) und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) haben beide Seiten heute Nachmittag eine Tarifeinigung erzielt. Die Große Tarifkommission des MB hat daraufhin beschlossen, die Vorbereitungen für einen Ärztestreik an den Universitätskliniken im Tarifbereich TdL auszusetzen. Die Mitglieder der Ärztegewerkschaft an den betroffenen Universitätskliniken wurden aufgerufen, ihre Planungen für Arbeitskampfmaßnahmen ab 7. November einzustellen.
Die Tarifeinigung sieht vor, dass die Gehälter der Uniklinik-Ärzte im Tarifbereich TdL ab 1. November 2011 um 3,6 Prozent erhöht werden.
Weitere Eckpunkte
Der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, sprach nach den Verhandlungen in Berlin von “einem vertretbaren Ergebnis“. “Wir sind nicht in Jubelstimmung, können aber mit dem Erreichten leben“, sagte Henke. Der MB-Vorsitzende hob hervor, dass es gelungen sei, das Tarifdiktat der Arbeitgeber zu durchbrechen. “Wir haben nicht alle Ziele erreicht, aber wichtige Wegmarken gesetzt. Ohne das große Engagement unserer Ärztinnen und Ärzte an den Unikliniken wäre die jetzt gefundene Lösung angesichts der Haltung der Arbeitgeber nicht möglich gewesen. Wir hätten es uns aber gewünscht, auch ohne Vorbereitungen auf einen Arbeitskampf zum Ziel zu kommen“, so Henke.
Besonders wichtig sei es dem Marburger Bund gewesen, neben einer akzeptablen Gehaltserhöhung auch substanzielle Verbesserungen bei den Nachtdiensten zu erreichen. “Mit den Zeitzuschlägen in Höhe von 20 Prozent haben wir an den Unikliniken nun einen neuen Standard gesetzt. Diesen Weg werden wir auch in künftigen Tarifrunden konsequent weiter gehen“, betonte Henke.
Für Ärzte ab dem 13. Berufsjahr wurde eine zusätzliche Entgeltstufe (+120 €) ab 01.01.2012 vereinbart.
MB Hessen beglückwünscht die Kolleginnen und Kollegen zu diesem Erfolg. Er ist nur der Entschlossenheit und Geschlossenheit zu verdanken, sich dem versuchten Lohndiktat der Arbeitgeber nicht zu beugen.
Wir sind sicher, dass dieser Erfolg auch die Kolleginnen und Kollegen in Hessen davon überzeugen wird: Mehr Bewegen!
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