Marburger Bund Landesverband Hessen
 

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24.05.06

Die Ärzte des Uniklinikums Charité in Berlin haben bewiesen, welche Warnung die Vorbereitung einer Massenflucht der Leistungsträger aus einem Klinikum der Spitzenmedizin bedeuten: Die 270 Stellengesuche von Fach- und Assistenzärztinnen und -ärzten im Stellenmarkt des Heftes 38/2004 des Deutschen Ärzteblattes war der Auftakt von Maßnahmen, die inzwischen zu einem vorläufigen arztspezifischen Tarifvertrag mit dem Marburger Bund im Land Berlin geführt hat.

Aus vielen Abteilungen deutscher Kliniken hören wir als wütende Reaktion auf die uneinsichtige Haltung der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und der Vereinigung kommunaler Arbeitgeber (VKA) von der Vorbereitung von Massenkündigungen, um den Patienten und sich selbst einen weiteren Streik, Konflikte um Friedenspflicht oder nicht und ähnliche Juristerei zu ersparen, den ausbeuterischen Arbeitgebern aber deutlich zu machen, dass mit Sklaverei in Deutschland keine stationäre Krankenversorgung mehr möglich ist.

Wir geben die Hoffnung in die Einsicht der Verantwortlichen noch nicht auf und hoffen auch, dass die Bevölkerung dieser Haltung der Politiker nicht länger zusieht, wenn nun die Kliniken flächendeckend an die Wand gefahren werden. Deshalb empfehlen wir, den Arbeitgebern vor der roten erst die gelbe Karte zu zeigen und in einem ersten Schritt geschlossen Zwischenzeugnisse zu verlangen.

Wir haben dazu ein Muster zum Ausdrucken als PDF-Datei sowie zum Laden in ein Textverarbeitungsprogramm als RTF-Datei bereitgestellt.

 
 
 
 
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Stand: 24.05.06
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