Bei Möhrle, Jahrgang 1938, war das aktive Hineinwachsen in den Marburger Bund kein Wunder, bildete er sich doch unter Leitung des damaligen Vorsitzenden des MB Hessen Dr. med. Wolfgang Bechthold zum Facharzt für Orthopädie weiter. Seine Mitarbeit führte schon 1972 zur Wahl als einer der Vertreter des Marburger Bundes in das Präsidium der Landesärztekammer Hessen als Beisitzer.
Nach dem jähen Tod Bechtholds wurde er 1973 Vorsitzender des MB Hessen. Er wirkte an einer Satzungsänderung mit, durch die ein ‘Triumvirat‘ gewählt werden konnte, das trotz der vereinsrechtlichen Hierarchie (1. Vors., 1. und 2. Stellv.) in kollegialer Verteilung der Vorstandsarbeit nach Ressorts eine sehr effektive Arbeit trotz starken Engagements im Hauptberuf ermöglichte.
Der von ihm eingeführte kollegiale Arbeits- und Führungsstil überdauerte seine kurze Vorstandstätigkeit, als er sich 1974 als Orthopäde in eigener Praxis niederlies und nicht mehr als ordentliches Mitglied eines Verbandes der angestellten Ärzte tätig sein konnte.
Nach dem plötzlichen Tod Prof. Dr. med. Helmut Martins am 30.09.1988 übernahm er als sein Stellvertreter den Vorsitz des Aufsichtsausschusses im Versorgungswerk der Landesärztekammer Hessen (LÄKH) und wurde in der nächsten Sitzung des Ausfsichtsausschusses in diesem Amt bestätigt. Er gab diese Funktion ab, als er im Herbst 1992 zum Präsidenten der LÄKH gewählt worden war, ein Amt, das er bis zum Herbst 2004 inne hatte.
Ein Portraits Dr. Möhrles können Sie hier auf der Website des hessischen Rundfunks, in dessen Rundfunkrat er seit 2005 die Freien Berufe vertritt, lesen.
Auf der Eröffnungsveranstaltung des 113. Deutschen Ärztetages in Dresden am 11.05.2010 ist Dr. Möhrle mit der höchsten Auszeichnung der deutschen Ärzteschaft, der Paracelsus-Medaille, geehrt worden. Den Bericht der Landesärztekammer Hessen dazu mit einer aktualisierten Vita finden Sie hier.