Er ist Internist, Nephrologe und Intensivmediziner und hat im Rahmen der Weiterbildung am Klinikum Darmstadt, der Universitätsklinik Heidelberg und der Universitätsklinik Mainz gearbeitet. Klinisch-pharmakologische Forschungszeiten ermöglichten ehrenamtliche Mitarbeit in der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, dem Ausschuss für Arzneimittelsicherheit beim Bundesinstitut für Arzneimittel, bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Als Initiator der Wiesbadener Rettungsdienstkolloquien und des Qualitätszirkels Praxis-Klinik Wiesbaden tritt er viele Jahre für institutionsübergreifende Kooperation in der Patientenversorgung ein.
Von 1992 bis April 2001 leitete er die Abteilung für Nephrologie und Dialyse am Wiesbadener Dr. Horst-Schmidt-Klinikum. Seit 2001 ist er in nephrologischer Gemeinschaftspraxis mit Dialyseinstitut in Wiesbaden niedergelassen. Seit 1994 ist er zur internistisch-nephrologischen Weiterbildung ermächtigt.
Im MB Hessen ist er als Beisitzer des Bezirksvorstandes Wiesbaden, im Vorstand des Landesverbandes, als Kassenprüfer und als Delegierter zu Landes- und Bundeshauptversammlungen seit 1995 für Fragen der Kammerarbeit engagiert.
2000-2004 wurde er zum Beisitzer der Bezirksärztekammer Wiesbaden, gewählt. Seit 2004 ist er stellvertretender Vorsitzender der Bezirksärztekammer Wiesbaden. 2008 wurde er für die Legislaturperiode 2008-2013 zum Vorsitzenden gewählt.
Verbesserung der Weiter- und Fortbildung für jüngere Kolleginnen und Kollegen mit fairen Bedingungen bei der Anerkennung sind seine besonderen Interessenpunkte. “Praktische Erfahrungsnachweise und Fachkenntnisse müssen vor dem ‘Erbsenzählen’ von Anerkennungszeiten berücksichtigt werden.” “Persönliche Eignung als notwendiges Leistungskriterium der Weiterbilder muss schärfer überwacht werden: Gnadenakte und Benutzen der Abhängigkeit von Ärzten in Weiterbildung gehören ins letzte Jahrhundert. Teilzeitmodelle für die Weiterbildung sollen ausgebaut und auch im Erziehungsjahr anerkannt werden.” “Stete Überprüfung der Weiterbilderqualität und Feedback über Ausstattung und Erfolg an den Weiterbildungsstätten im Internet sollen den jungen Kollegen optimale Auswahl ihrer Weiterbildungsmöglichkeiten erlauben.” “Der Erhalt des Internisten ohne Schwerpunkt muss die klinische Versorgung und die Weiterbildung in den mittleren und kleineren Kliniken sichern. Migration in Europa muss breit weitergebildeten Internisten aus Deutschland und Europäern in Deutschland chancengleich offen stehen.”
Dr. Piper hat Anfang 2001 den Ausschuss Weiterbildung des MB-Landesvorstands mit initiiert (LV-Vorstandsbeschluss vom 23.01.2001), der sich fortlaufend mit der Entwicklung der neuen Muster-Weiterbildungsordnung bei der Bundesärztekammer auseinandersetzt und Anträge dazu vorbereitet. Für die Perioden seit 2001 und erneut bis 2010 ist er als hessischer MB-Vertreter zum Mitglied des Arbeitskreises Weiterbildung des MB-Bundesvorstandes gewählt worden. Er ist seit 2004 Mitglied im Weiterbildungsausschuss der LÄKH und zum Vorsitzenden eines Facharztprüfungsausschusses bestellt.
Für mehr Sicherheit bei den Rentenanlagen im Versorgungswerk hat sich Dr. Piper mit einem zweiten politischen Schwerpunkt in der Delegiertenversammlung 2004–2008 engagiert. Daher wurde er im Januar 2007 in den Satzungsausschuss Versorgungswerk gewählt. Er kämpft im Sinne der notwendigen „balance of power“ dafür, dass über fünf Milliarden Euro Anlagen zukünftig nicht allein von einem exekutiven Vorstand im Versorgungswerk verantwortet werden. “Ein vom Tagesgeschäft unabhängiger Fachausschuss der Delegierten soll dem Plenum beratend, überwachend und im besten demokratischen Sinne kritisch zur Seite stehen, wenn dort abschließend über das Rentengeld aller hessischen Ärzte entschieden wird.” (Hessisches Ärzteblatt 2/2008 S. 7 ff.).