Marburger Bund Landesverband Hessen

Priv. Doz. Dr. med. Roland Wönne †

 
 
 

Zur Person

 
Kinderarzt
 
 
 
 

Vorstellung

Dem Marburger Bund 1967 beigetreten, ab 1972 in Hessen tätig. Aktive Mitarbeit im Verband seit 1979, zunächst im Bezirksvorstand Frankfurt und im Landesverbandsvorstand. Im Herbst 1981 in den Geschäftsführenden Vorstand gewählt und seit November 1989 Vorsitzender der Landesverbandes Hessen. Daneben Delegierter zu den Hauptversammlungen des Bundesverbandes.

Seit 1984 Mitglied der Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen. 1984 bis 1988 und wieder seit 1992 Mitglied des Präsidiums der Landesärztekammer sowie häufig Delegierter zum Deutschen Ärztetag. Seit 1996 Vizepräsident der Landesärztekammer. Als Vertreter der Landesärztekammer Mitglied im Lenkungsausschuss “Qualitätssicherung” der hessischen Krankenhausgesellschaft, Mitglied der ständigen Konferenzen “Ärztliche Weiterbildung” und “Krankenhaus” bei der Bundesärztekammer.

Am 9.09.00 wurde er für die Legislaturperiode 2000-2004 zum Vizepräsidenten der Landesärztekammer gewählt.

Konkreter Anlaß für die aktive Mitarbeit im Marburger Bund waren 1979 unerfreuliche Erfahrungen als Oberarzt mit der Verwaltung eines Universitäts-Klinikums, die mit Stellensperren, Nichtanerkennung und Nichtbezahlung von Mehrarbeit in der Routine der Patientenversorgung - nicht etwa wissenschaftlicher Tätigkeit! - die Geduld der Ärztinnen und Ärzte auf eine harte Dauerprobe stellte. In diesem Zusammenhang Personalratsmitglied mit der Erfahrung einerseits, wie wichtig die Teilnahme von Ärzten gerade in diesem Gremium ist, und andererseits, wie schwer das Amt mit der täglichen klinischen Berufsausübung zeitlich vereinbart werden kann. Als Mitglied der Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen und des Präsidiums die Erfahrung, dass die Belange der angestellten Ärztinnen und Ärzte durch deren Wahlverzicht schwer durchsetzbar sind, weil die Betroffenen dadurch überall unterrepräsentiert sind.

Wichtiges Ziel: Schaffung von mehr und Erhalt von Lebensstellungen im Krankenhaus bei gerechter Verteilung der Arbeit und der Einkünfte in einem Team-Arzt-Modell - wie vom mb schon 1971 vorgeschlagen. Abbau der unbezahlten Überstunden bei vernünftiger Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes. Verhinderung der Rationierung im Gesundheitswesen und des damit verbundenen Qualitätsverlustes ärztlicher und anderer Gesundheitsleistungen für die Kranken. Dazu Stärkung des mb in der Delegiertenversammlung der Kammer, um auf diesem Wege mehr Einfluß auf die Politik zu nehmen!

Er ist am 1.11.2003 im Alter von 64 Jahren verstorben.

 
 
 
 
 

Foto

Foto Priv. Doz. Dr. med. Roland Wönne †
 
 
 
 

Rückblick

 
 
 
 
 
 
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Stand: 15.12.09
Dank an
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