Gemeinsam für ein besseres Praktisches Jahr

Eine gemeinsame Erklärung von Fachschaft Medizin Frankfurt, Marburger Bund Hessen, Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. und Niederrad Jetzt

Die Medizinstudierenden der Universität Frankfurt fordern bessere Studienbedingungen im Praktischen Jahr (PJ). Um ihr Anliegen deutlich zu machen, treffen sich Studierende aller Semester am Donnerstag, den 18. Mai 2017 um 11:00 Uhr im Studierendenhaus KOMM am Campus Niederrad. Mit einer anschließenden Demonstration setzen sie ein Zeichen für ein gerechtes und zeitgemäßes PJ.

Das PJ bildet den letzten Abschnitt des Medizinstudiums. Während dieses Jahres werden Studierende an der Frankfurter Uniklinik und den angeschlossenen Lehrkrankenhäusern unter Anleitung von Ärztinnen und Ärzten praktisch am Krankenbett tätig. Dazu verbringen sie 40 Wochenstunden in der Klinik und sind maßgeblich in die Versorgung der Patientinnen und Patienten und die Stationsabläufe von Uniklinik und Lehrkrankenhäusern eingebunden. Nach dem PJ absolvieren die Studierenden das abschließende dritte Staatsexamen.

Ihre Forderungen für das PJ umfassen:

  1. Eine verbindliche und strukturierte Selbstlernzeit in Form eines Studientages pro Woche.
    Den Studierenden wird zwar eine Selbstlernzeit von wöchentlich fünf Stunden gewährt, jedoch ist eigenverantwortliches Lernen in diesem Rahmen oft nicht möglich, da die Studierenden stark in den Stationsalltag eingebunden sind und im Klinikum oftmals entsprechende Rückzugsorte zum Lernen fehlen.
  2. Eine vereinheitlichte, kompetenzorientierte Ausbildung im Praktischen Jahr und verbindliche Durchführung von Unterrichtsveranstaltungen z.B. in Form von PJ-Seminaren.
    Um für die mündliche Abschlussprüfung und das spätere Berufsleben adäquat gerüstet zu sein, brauchen die Studierenden neben der praktischen Ausbildung auch gute und verlässliche Lehre sowie ausreichend Selbstlernzeit. Hieran hakt es jedoch vielfach. „Von einer einheitlichen und kompetenzorientierten Ausbildung im Praktischen Jahr sind wir in Frankfurt noch weit entfernt”, so Pascal Schnalke, Fachschaftsvorsitzender in Frankfurt.
  3. Eine faire und angemessene Erhöhung der Aufwandsentschädigung nach dem zulässigen BAföG-Höchstsatz von 649,- Euro monatlich.
    Bei 40 Stunden Wochenarbeitszeit und den umfangreichen Vorbereitungen auf das dritte Staatsexamen bleibt kaum Zeit für einen Nebenjob, um den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. Die aktuell gewährte monatliche Aufwandsentschädigung von 300,- Euro ist nicht ausreichend.

„Wir hoffen, dass die Verantwortlichen von Dekanat, Uniklinik und Lehrkrankenhäusern die Anliegen der Studierenden ernst nehmen und mit uns in den Dialog treten“, so die Vertreterinnen und Vertreter der Fachschaft. „Dafür müssen alle Beteiligten so bald wie möglich an einen Tisch kommen und gemeinsam Konzepte und Lösungen erarbeiten“, so die Studierenden weiter.

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