KV-Wahl 2016: Unsere Kandidaten im Porträt

Vom 28. September bis 26. Oktober finden die KV-Wahlen 2016 statt. Die Kandidaten des Marburger Bundes, Jan Henniger und Dr. Peter Fey,  kandidieren auf der Liste 4 - Die Fachärzte Hessen. Im Porträt stellen sie sich vor.

Jan Henniger

tl_files/mbhessen/bilder/personen/Henniger_Auschnitt.jpgIm Jahr 1999 begann Jan Henniger nach seinem Medizinstudium in Frankfurt als „Arzt im Praktikum“ (AIP) am Klinikum Frankfurt Höchst. Schon damals wurde er vom Marburger Bund dabei unterstützt die „Poolbeteiligung“ für AIPler einzufordern und umzusetzen.

„Nach meiner Facharztweiterbildung kam mein damaliger Chef auf mich zu und überzeugte mich im MVZ der einzusteigen“, berichtet Henniger.

Henniger hatte zuvor noch nie einen Vertrag aushandeln müssen und wusste daher nicht wie sich die Arbeitsbedingungen verändern und er hatte mit dem KV System keinerlei Verbindung.

„Den Vertrag habe ich gemeinsam mit dem MB dann zusammen ausgehandelt,“ sagt Henniger. „Allein hätte ich vieles wahrscheinlich nicht beachtet.“ Mittlerweile gibt es Musterverträge des MBs für angestellte Ärzte im kassenärztlichen Bereich, damit Ärzte, die im niedergelassenen Bereich angestellt arbeiten wollen, die größten Klippen umschiffen können. Und auch selbst die Arbeitgeber kennen sich in diesem System oft kaum aus.

„Mehrfach brauchte ich juristische und berufspolitische Unterstützung durch den MB, um meine Rechte als angestellter Arzt und medizinischer Leiter durchzusetzen. Zu dieser Zeit haben wir den Arbeitskreis des MB Hessen für im KV System tätige angestellte Ärzte gegründet.“ Dort können Probleme besprochen und die Kollegen unterstützt und beraten werden.

„Jetzt ist es Zeit die Anliegen der angestellten und ermächtigten Ärzte in die Kassenärztliche Vereinigung zu tragen. Zu zeigen das es nicht mehr nur Krankenhausärzte und Niedergelassene gibt sondern viel dazwischen und dass für alle ein Platz im KV System ist“, sagt Henniger.

 

Dr. Peter Fey

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Nach seinem Zivildienst auf einer geschlossenen Station der Psychiatrie, studierte Dr. Peter Fey in Frankfurt Medizin. Seine Facharztweiterbildung machte Fey im Fach Psychiatrie in der Uniklinik Frankfurt. Fey war dort zudem langjähriger Assistentenvertreter im Direktorium.

Später war er in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Uni-Klinik als Oberarzt tätig. „Ich habe mich schon früh für den MB entschieden, da ich mich im PJ darüber ärgerte, dass weder ein Zuschuss für Essen oder Fahrtkosten gewährt wurde, geschweige denn ein "Gehalt" gezahlt wurde“, berichtet Fey. „Zu meinem Arbeitsbeginn im Jahr 1985 sind die Interessen der Ärzteschaft noch nicht selbst von den Ärzten wahrgenommen worden. Dies hat sich erst mit dem Marburger Bund geändert.“

Im Jahr 2007 stand Fey vor der Entscheidung sich selbstständig mit einer eigenen Praxis zu machen. Gleichzeitig erhielt er ein Angebot aus Darmstadt vom Elisabethenstift, das dortige neu gegründete MVZ mit aufzubauen, was er annahm. „Nach fast zehn jähriger Tätigkeit als angestellter Arzt in einem MVZ - seit vielen Jahren als ärztlicher Leiter - habe ich diese Entscheidung nicht bereut“, sagt Fey

In diesem Jahr wurden die beratenden Ausschüsse der angestellten Ärzte in den KVen vom Gesetzgeber verankert. „Ich wurde von der Facharztliste dort als einer deren Vertreter benannt und wurde zum Vorsitzenden des Ausschusses gewählt“, berichtet Fey.

„Ich kandidiere nun für die Vertreterversammlung, denn bisher waren die angestellten Ärzte in den KV nicht vertreten.“

Fey möchte zum einen seine Arbeit in dem Ausschuss fortsetzen, zum anderen die Belange der anstellten Ärzte in der Vertreterversammlung einbringen.

„Ich sehe zum Beispiel noch Verbesserungsmöglichkeiten in der Facharztweiterbildung im ambulanten Bereich und auch in den Arbeitnehmerrechten, etwa bei der Elternzeit, diese sollte bürokratisch einfacher umsetzbar sein“, sagt Fey.

Text: mn
Fotos: privat

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