Marburger Bund Hessen fordert Uniklinik zu einem raschen Handeln auf

Pressemitteilung:
Uni-Frankfurt: Studierende demonstrieren für PJ-Aufwandsentschädigung

Die Medizinstudierenden im Praktischen Jahr an der Uniklinik Frankfurt und den angeschlossenen Lehrkrankenhäusern erhalten weiter keine Aufwandsentschädigung für das Praktische Jahr (PJ) und auch die Abschaffung des Studientages steht weiter im Raum.

Bei zwei Vollversammlungen, auf denen der Marburger Bund Hessen die Medizinstudierenden bereits unterstützt hat, haben die Studenten dem Dekanat und der Öffentlichkeit ihre Kernforderungen mitgeteilt: Der Erhalt der Studientage – ein Tag in der Woche im PJ, an dem die Studenten Zeit zum Selbststudium haben und sich auf die Prüfung vorbereiten können – und eine Aufwandsentschädigung im PJ von 597 Euro, dem Bafög-Höchstsatz.

Bisher ist kaum Bewegung in die Sache gekommen und dies, obwohl auch Studiendekan Prof. Robert Sader in seiner Stellungnahme vom 24. April 2013 sagte: „Da die PJ-Bezahlung jedoch vom Gesetzgeber eingeführt wurde, unterstütze ich als Studiendekan ausdrücklich auch die Umsetzung und die Bezahlung einer PJ-Aufwandsentschädigung durch die verantwortlichen Kliniken…“ Einige Lehrkrankenhäuser haben bereits ihre Bereitschaft zur Zahlung der Aufwandsentschädigung in voller Höhe auf der Vollversammlung gezeigt, etwa Vertreter der Hochtaunuskliniken.

Der Marburger Bund Hessen fordert nun die Uniklinik und die angeschlossenen Lehrkrankenhäuser auf, nicht auf Zeit zu spielen und den Studierenden die Aufwandsentschädigung, die durch die neue Approbationsordnung ermöglicht wurde, auch zu zahlen. Außerdem setzt sich der Marburger Bund Hessen dafür ein, dass auch die Studientage in Frankfurt erhalten bleiben: „Bereits auf der letzten Hauptversammlung hat der Marburger Bund sich für den Erhalt des Studientages ausgesprochen. Studientage stellen ein bewährtes und unverzichtbares Element der Ausbildung im Praktischen Jahr dar“, sagt Rechtsanwalt Andreas Wagner, stellv. Geschäftsführer des MB Hessen.

Um über das Thema ausführlich zu informieren hat die Fachschaft Medizin der Goethe-Uni Frankfurt einen Aktionstag am 16. Mai um 12:30 Uhr vor den Hörsälen am Frankfurter Universitätsklinikum geplant. Anschließend findet um 16:30 Uhr ein Demonstrationszug Richtung Hauptwache statt.

Ansprechpartner: Kerstin Mitternacht, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Tel.: 069-768001-0, Mobil: 0177-7160313 E-Mail: presse@mbhessen.de

Ansprechpartner am Donnerstag vor Ort: Jan Bauer, Vorsitzender der Medizinstudierenden im Marburger Bund und selbst Medizinstudent in Frankfurt, Mobil: 0176-61307011

Foto: A. Arnold

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