Studierende bewegt Umsetzung des Masterplans

Am 27. Oktober traf sich der Sprecherrat der Medizinstudierenden im Marburger Bund (MB) in München. Bei Ihren halbjährigen Treffen besprechen die Studierenden regelmäßig die lokalen und bundespolitischen Themen, die den zahlreichen studentischen Mitgliedern des Marburger Bundes aktuell unten den Nägeln brennen.

Die Umsetzung des Masterplan Medizinstudium 2020 ist und bleibt das wichtigste Thema, das die Studierenden derzeit bewegt. Von besonderem Interesse war daher der Bericht des Sprecherratsvorsitzenden, Victor Banas, vom Treffen einiger Studierender aus MB, BVMD und Fachschaften mit der neuen Chefin des Instituts für Medizinische und Pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP), Prof. Jana Jünger. Das IMPP strebe unter Jünger eine Neuausrichtung der Staatsexamina im Rahmen des Masterplanprozesses an: „Demnach werden in Zukunft vermehrt Kompetenzen z.B. im Rahmen des wissenschaftlichen Umgangs mit Studien und medizinischen Publikationen sowie die Fähigkeit zur Kommunikation mit ärztlichen wie nicht-ärztlichen Kollegen und Patienten abgeprüft“, so Banas. Die Prüfung reinen Expertenwissens soll damit im zweiten und dritten Staatsexamen zukünftig ein wenig in den Hintergrund rücken.

Auch die aktuelle Debatte um die Zulassung zum Medizinstudium im Zuge des Verfahrens zur Zulässigkeit des Numerus Clausus vor dem Bundesverfassungsgericht wurde im Sprecherrat thematisiert. Bei noch offenem Ausgang der Rechtsprechung, bekräftigten die Studierenden ihre Forderung nach einer Ausweitung der Studienplatzkapazitäten um 10 Prozent sowie einer sinnvollen Alternative zum derzeitigen Zulassungsverfahren, die nicht allein von der Abiturnote abhängig sein dürfe. „Ein Zulassungsverfahren, das als zentrales Kriterium immer wieder nur den Abiturschnitt der Bewerber heranzieht, bildet die Befähigung der Bewerber zum Studium nicht adäquat ab“, so David Grundmann, Sprecherratsmitglied aus München.

Auf Initiative aus Hessen beschäftigt sich der Sprecherrat zuletzt auch mit der bundesweiten Stellung und Aufwandsentschädigung für die Medizinstudierenden im PJ. Im kommenden Jahr soll anhand einer landesweiten Umfrage eruiert werden, wo der Schuh besonders drückt und welche Initiativen für eine besseres und faireres PJ vom Marburger Bund ausgehen können.

Bei Interesse und für weitere Informationen zur Arbeit des Sprecherrats, wenden Sie sich gerne an die Studierendensprecher

Autor: Lauritz Blome, studentischer Sprecher der medizinischen Fakultät Frankfurt und Mitglied im Sprecherrat.

 

 

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